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Infineon strebt nach alter Größe

Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon will den Umsatzverlust nach der Trennung von seiner Speichersparte möglichst schnell teilweise kompensieren. Vor allem im Geschäft mit Chips zur Steuerung der Stromversorgung von elektrischen Geräten rechnet sich die frühere Siemens-Tochter große Wachstumschancen aus.

KULIM. Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon will den Umsatzverlust nach der Trennung von seiner Speichersparte möglichst schnell teilweise kompensieren. Vor allem im Geschäft mit Chips zur Steuerung der Stromversorgung von elektrischen Geräten rechnet sich die frühere Siemens-Tochter große Wachstumschancen aus. Konzernchef Wolfgang Ziebart plant, den Umsatz mit diesen Leistungshalbleitern in den nächsten vier Jahren zu verdoppeln.

„Das ist ein traumhafter Markt für uns, auf dem wir noch viel Potenzial haben“, sagte Ziebart in Malaysia dem Handelsblatt. Derzeit erwirtschaftet Infineon mit Leistungshalbleitern jährlich rund 800 Mill. Euro. Bis 2010 sollen es etwa 1,6 Mrd. Euro werden. „Unsere Fabriken sind sehr gut ausgelastet, in einigen Segmenten müssen wir die Produkte sogar zuteilen“, sagte Ziebart. Es sei nicht absehbar, dass sich an der guten Auftragssituation für Leistungshalbleiter etwas ändern könnte.

Infineon hat seine Speichersparte unter dem Kunstnamen Qimonda im August an die Börse gebracht, hält aber noch die Mehrheit. Dadurch verliert der zweitgrößte Halbleiterkonzern Europas etwa die Hälfte des Umsatzes. Um im Konzert der großen Chiphersteller weiter mitspielen zu können, will Infineon in seinen verbliebenen Geschäften kräftig wachsen. So erwirtschaftet Infineon mit den Leistungshalbleitern etwa jeden fünften Euro. Die Nachfrage klettert kräftig, weil sich mit modernen Chips viel Strom sparen lässt. Sie werden zum Beispiel in Klimaanlagen eingebaut, in Motoren oder in Haushaltsgeräten. Die Marktforscher von IMS Research gehen davon aus, dass der Markt bis 2011 jedes Jahr um sechs bis acht Prozent wächst. Infineon ist auf diesem Feld laut IMS der weltweite Marktführer mit einem Anteil von 9,3 Prozent.

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