Suchmaschine
Google tauscht China-Chef aus

Auf der ganzen Welt hat Google Erfolg. Doch ausgerechnet auf dem Riesenmarkt China hat es der Internetgigant richtig schwer. Nun soll ein Chefwechsel neue Impulse im Kampf gegen den heimischen Anbieter Baidu geben.

HB SHANGHAI. Lee Kai-Fu werde Mitte September das Unternehmen verlassen, teilte Google am Freitag mit. Der bisherige Vertriebschef in China, John Liu, werde seine Aufgaben übernehmen.

In China mit der Internetgigant stärker kämpfen als in fast allen anderen Märkten der Welt. Nach Erhebungen des Marktforschungsunternehmens Analysys International hielt Google im zweiten Quartal lediglich 29 Prozent auf dem größten Suchmaschinenmarkt nach Nutzern, Baidu hingegen 61,6 Prozent. Der Yahoo-Rivale bemüht sich derzeit massiv um einen Ausbau der Marktanteile, muss allerdings auch mit chinesischen Regulierungsbehörden ringen, die von Google eine Zensur seiner Suchergebnisse fordern.

Lee Kai-Fu war 2005 von dem US-Konkurrenten Microsoft zu Google-China gewechselt. Schnell wurde er zu einer zentralen Figur in der Branche, gab viele Interviews und galt als Gesicht von Google in der Volksrepublik. Allerdings war er zuletzt nicht unumstritten. Unter seiner Führung hatte die chinesische Regierung Google vorgeworfen, mit der englischen Version seiner Suchmaschine der Verbreitung obszönen Materials Vorschub zu leisten.

Die Anschuldigungen im Juni wurden öffentlich, nachdem einige Google-Seiten in China nicht zu öffnen waren. Zu dieser Zeit plante China die Ausstattung aller neuen Computer mit einem Internet-Filter. Von diesem Vorhaben wich die Regierung jedoch etwas ab und will dies nur noch in Schulen und Internet-Cafes umsetzen.

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