Suchmaschinen
Datenschützer fordern einheitliche Standards für Löschentscheidungen

Suchmaschinen im Internet müssen im Zweifel Verweise auf Internetseiten löschen – so will es ein EuGH-Urteil. Doch die Vorgaben gelten nur für Europa und nicht für die internationalen Angebote der IT-Konzerne.
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BerlinDie Datenschützer aus Bund und Ländern sehen Suchmaschinenbetreiber wie Google in der Pflicht, gemeinsam Kriterien zu entwickeln, nach denen sie Löschgesuche von Internetnutzern umsetzen. Die Kriterien sollten „vor allem sicherstellen, dass keine Wertungsdifferenzen zwischen den unterschiedlichen Angeboten entstehen“, sagte der zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar, dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe).

Die Beauftragten hatten vergangenen Donnerstag bei einem Ad-hoc-Treffen über den Umgang mit dem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) beraten. Die Richter hatten Mitte Mai entschieden, dass Google die Persönlichkeitsrechte der Bürger achten und im Zweifel Verweise auf Internetseiten löschen muss. Das Urteil gilt auch für Konkurrenten des Marktführers wie Microsoft oder Yahoo.

Kritik übte Caspar an Googles Plänen, zu löschende Daten nur aus den europäischen Angeboten des Konzerns zu entfernen und nicht aus den Trefferlisten von google.com. „Eine datenschutzrechtliche Regionalisierung des Internets würde das Urteil nicht vollständig umsetzen, der Natur des Netzes widersprechen und den Rechten Betroffener nicht angemessen Rechnung tragen“, sagte er.

Till Hoppe
Till Hoppe
Handelsblatt / Europa - Korrespondent in Brüssel
Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Suchmaschinen: Datenschützer fordern einheitliche Standards für Löschentscheidungen"

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  • Vielleicht sollten "die Datenschützer" auch mal nicht nur mit der Presse reden. Mit uns direkt hat noch keiner gesprochen und wir setzen es daher um (siehe Infos dazu in unserem Blog), wie wir es verstehen. Ich habe den Eindruck beim mediengefecht wird nur alibimäßig von "die Suchmaschinen" gesprochen aber eigtl. gehts nur um den aktuell modernen "Kampf gegen Google" - die hiesigen Angebote werden als Kollateralschaden sowieso unbeachtet gelassen ...

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