Südkoreanischer Elektronikkonzern
Geringere Gewinnmargen bei Mobiltelefonen belasten Samsung

Der koreanische Konzern Samsung Electronics hat im abgelaufenen Quartal einen höheren Rückgang des operativen Gewinns hinnehmen müssen als erwartet.

HB SEOUL. Grund dafür seien geringere Gewinnmargen bei Mobiltelefonen und Speicherchips gewesen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch für das laufende Quartal sei man zurückhaltend und erwarte einen weiteren Preisverfall für Speicherchips, die in Digitalkameras oder Musik-Abspielgeräten eingesetzt werden. Der Kurs der Samsung-Aktie legte dennoch um 2,7 Prozent zu, nachdem der Konzern ankündigte, eigene Aktien im Volumen von umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro zurück zu kaufen.

Zwischen Januar und März erwirtschaftete der weltweit größte Hersteller von Speicherchips einen operativen Gewinn von 1,61 Billionen Won (rund 1,37 Milliarden Euro). Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,15 Billionen Won gewesen. Analysten hatten im Schnitt 1,79 Billionen erwartet. Der Nettogewinn stieg indes durch eine Wertberichtigung in Höhe von 700 Milliarden Won auf 1,88 Billionen Won von zuvor 1,5 Billionen. Neben dem Margen-Verfall machte Samsung auch der Anstieg der Landeswährung zu schaffen, die zum Dollar 4,5 Prozent zugelegt hatte.

Der Preis für NAND-Speicherchips sank Samsung zufolge in dem Zeitraum um 25 Prozent. Diese Chips werden etwa in dem populären iPod von Apple eingesetzt. Im vierten Quartal 2005 hatte die hohe Nachfrage in dem Bereich noch zu einem Gewinnanstieg von 40 Prozent beigetragen. Für das zweite Halbjahr 2006 werde indes wieder eine Erholung erwartet, hieß es.

Für den Handy-Markt, auf dem Samsung die weltweite Nummer drei nach Nokia und Motorola ist, wies der Konzern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang der Gewinn-Marge auf zehn von zuvor 17 Prozent aus. Mit 29 Millionen verkauften Geräten wies Samsung aber einen Rekord aus, auch wenn der Konzern unter seiner Absatz-Prognose von 29,5 Millionen Handys blieb. Für das Gesamtjahr hob Samsung seine Erwartungen für den weltweiten Absatz aller Hersteller auf zusammen 910 Millionen Geräten an. Dazu solle vor allem eine steigende Nachfrage in Schwellenländern beitragen, hieß es.

Auch bei Flüssigkristall-Bildschirmen (LCD) sind die Margen gesunken. Nach 13 Prozent im vierten Quartal habe die Marge nun vier Prozent betragen, erklärte die weltweite Nummer zwei auf diesem Markt. Als Grund hierfür nannte Samsung aggressive Preisnachlässe des Handels, ein grundsätzlicher Einbruch bei den Preisen für Computer-Bildschirme und Kosten im Zusammenhang mit neuen Produktlinien. Für das Gesamtjahr schloss Samsung nicht aus, dass der Preisverfall höher als die bislang genannten zehn bis 15 Prozent sein könnte. Zuletzt haben die LCD-Hersteller verstärkt Partnerschaften untereinander gesucht, um den Margen-Druck aufzufangen.

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