Swatch-Chef Nick Hayek
Keine Angst vor Apples Computeruhr

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch reagiert gelassen auf die neue Apple Watch. Swatch-Chef Nick Hayek spricht der Apple-Uhr sogar die Massentauglichkeit ab und sagt: „Unter Steve Jobs hätte es das nicht gegeben.“
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DüsseldorfNick Hayek, Chef des Schweizer Uhrenkonzerns Swatch, sieht nicht die Uhren-Industrie, sondern den Hersteller Apple selbst unter Druck wegen der geplanten Computer-Uhr Apple Watch. „Unter Steve Jobs hätte es das nicht gegeben, dass Apple ein Produkt präsentiert, das noch gar nicht massentauglich ist“, sagte Hayek in einem Interview mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe).

„Daran sehen Sie, unter welchem Druck selbst ein Gigant wie Apple steht.“ Von den vorgestellten Funktionen der Apple Watch zeigt sich Hayek enttäuscht. „All diese Smart Watches werden unsere Branche nicht revolutionieren“, erwartet Hayek. Für den kommenden Sommer kündigte er eine eigene Fitness-Swatch an.

Statt Umsatz-Einbußen erwartet Hayek, dass die Apple Watch auch die Geschäfte der Swatch-Group beflügeln wird. „Meine Erwartung ist, dass viele dieser Kunden irgendwann eine richtige Uhr kaufen.“ Dieses Phänomen sei bereits beim Siegeszug der Smartphones zu beobachten gewesen.

Apple will seine neue Computer-Uhr ab dem kommenden Frühjahr verkaufen. Die Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass der Konzern allein im ersten Jahr rund 30 Millionen Exemplare der neuen Uhr verkaufen wird. Beobachter fürchten, dass der Erfolg der Apple Watch eine Gefahr für den Absatz von Schweizer Uhren darstellen könnte.

Thomas Trösch
Thomas Trösch
Handelsblatt / Redakteur Wissenschaft + Technik

Kommentare zu " Swatch-Chef Nick Hayek: Keine Angst vor Apples Computeruhr"

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  • „Unter Steve Jobs hätte es das nicht gegeben.“
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    Und Hayek hat (leider) recht: Ein Markt, den man ggf über Lizenzen bedienen kann und nicht über PseudoInnovationen.

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