T-Mobile US
Deutsche Telekom zweifelt an Iliad-Offerte

Im Bieterrennen um die Telekom-Tochter T-Mobile US zieht Iliad den Kürzeren: Das Angebot des französischen Mobilfunkkonzerns sei nicht ernsthaft genug. Der Verkauf an den Konkurrenten Sprint scheint in trockenen Tüchern.
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FrankfurtDer Deutschen Telekom ist die Offerte des französischen Konzerns Iliad für ihre US-Mobilfunktochter nach Angaben aus unternehmensnahen Kreisen nicht attraktiv genug. Telekom-Chef Tim Höttges sehe das Iliad-Angebot skeptisch, obwohl es auf weniger Widerstand der Kartellbehörden stoßen würde, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Montagabend.

Der Konzern des französischen Telekom-Milliardärs Xavier Niel hatte für T-Mobile US am Freitag überraschend ein Gegenangebot zu der schon lange verhandelten Offerte des US-Konkurrenten Sprint vorgelegt und 33 Dollar je Aktie für einen Anteil von 56,6 Prozent geboten. Die Telekom und Sprint hatten sich nach Reuters-Informationen schon auf einen Preis von rund 40 Dollar je Aktie geeinigt. „Das Iliad-Angebot ist nicht ernsthaft genug, um sich von Sprint abzuwenden“, sagte eine der Personen.

Allerdings haben die US-Kartellwächter bereits durchblicken lassen, dass sie ein Zusammengehen von Sprint und T-Mobile – Nummer drei und vier auf dem US-Mobilfunkmarkt – skeptisch sehen, da sie steigende Mobilfunkpreise befürchten. Dieses Problem hätte Iliad nicht. Dieser Umstand rechtfertige einen niedrigeren Kaufpreis, aber der Abschlag sei bei der vorgelegten Offerte der Franzosen zu hoch, sagten die Insider.

Die Telekom bezweifle außerdem, dass Iliad T-Mobile zu einem echten Konkurrenten der beiden US-Marktführer AT&T and Verizon machen könnte. Dennoch werde der Bonner Konzern das Angebot prüfen, hieß es bei den Insidern.

Die Deutsche Telekom hält rund zwei Drittel an T-Mobile US. Im Falle einer Fusion mit Sprint würde noch ein Anteil von 15 Prozent an der US-Tochter bei der Telekom verbleiben, bei einer Übernahme durch Iliad 29 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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