T-Online
Deutsche Bank verlangt Nachschlag

Nicht nur die Kleinanleger laufen Sturm gegen einen Verschmelzung von T-Online auf den Mutterkonzern Telekom. Mit der Deutschen Bank hat sich auch ein großer Investor gegen das vorliegende Angebot ausgesprochen. Der Ton zwischen den Kontrahenten wird immer ruppiger.

HB KÖLN. Aufgrund der hohen Dividende bei der Deutschen Telekom würden die Aktionäre von T-Online diskriminiert, sagte Richard Jannson, Vertreter des Finanzinstituts, am Donnerstag auf der Hauptversammlung von T-Online in Köln. Nach eigenen Angaben hält die Deutsche Bank 5 Mill. Aktien von T- Online.



Die Telekom will ihre Tochter über einen Aktientausch auf sich verschmelzen, um künftig Internet, Telefonie und Fernsehen aus einer Hand anbieten zu können (das so genannte Triple Play). Pro Aktie sollen die T-Online-Anteilseigner 0,52 Papiere der Deutschen Telekom erhalten. Angemessen wären 0,57 Titel pro T-Online-Aktie, sagte Jannson.

Auch die Kleinaktionäre verschärfen ihren Widerstand gegen die Fusion. Mehrere Aktionärsvertreter beantragten eine Sonderprüfung, um eine mögliche Einflussnahme von Vorständen und Aufsichtsräten auf den Aktienkurs von T-Online zu untersuchen.

Ein Gutachten des Aktienrechtlers Theodor Baums lasse vermuten, dass der Vorstand den Kurs von T-Online im Vorfeld der angekündigten Integration absichtlich nach unten geredet habe, um die Wiedereingliederung möglichst günstig zu halten, erläuterte Rechtsanwalt Toni Riedel von der Kanzlei Dreier Riedel, einem der Antragsteller. Das Gutachten zeige, dass sich der Aktienkurs von T-Online nur bis 2003 marktkonform entwickelt habe. Ab Januar 2004 habe die Aktie weiter verloren, während Vergleichswerte ihre Verluste wettmachten. Dies sei eindeutig auf die Strategie der Vorstände zurückzuführen, nur noch die Interessen des Mutterkonzerns Telekom wahrzunehmen.

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