T-Systems und Konzernzentrale
Telekom-Personalvorstand bestätigt „umfassenden Umbau“

Personalchefs Thomas Sattelberger bestätigt: Die Telekom steht vor einer „großen Reorganisation“. In einem Interview nannte er erstmals einige Details zu den Plänen.

HB BERLIN. „Wir schaffen überschaubare Einheiten, bei denen die Verantwortlichkeiten neu verteilt werden“, sagte Sattelberger der Tageszeitung „Die Welt". Ziel sei es, „dass Erfolg und Misserfolg am Markt und bei den Kunden jeder Einheit direkt zurechenbar sei.“

Sattelberger sagte, dass er zunächst seinen eigenen Personalbereich reformiere. Großen Handlungsbedarf sehe er überdies bei der Geschäftskundensparte T-Systems und bei der Konzernzentrale. „Zudem müssen wir uns ab nächstes Jahr um das Thema Anpassungen bei den Niederlassungen in der Fläche kümmern.“ Diese sollen offenbar deutlich reduziert werden.

Sattelberger deutete einen Personalabbau über das Jahr 2008 hinaus an, wie er mit der Gewerkschaft Verdi vereinbart worden ist. „Über Zahlen will ich nicht spekulieren“, sagte der 58-jährige. „Aber den Weg der Effizienzsteigerung über alle Konzernbereiche hinweg müssen wir weitergehen.“

Unternehmenskreisen zufolge soll in der Zentrale des Bonner Unternehmens soll jede dritte der 6000 Stellen gestrichen werden. Die Telekom leidet vor allem in Deutschland unter sinkenden Umsätzen und Gewinnen. Grund hierfür sind massenhafte Kundenverluste im klassischen Telefongeschäft und ein harter Preiskampf auf dem mittlerweile gesättigten Mobilfunkmarkt.

Die Telekom hat seit ihrer Privatisierung im Jahr 1995 jährlich rund 10 000 Mitarbeiter abgebaut. Gleichzeitig wuchs die Mitarbeiterzahl in einigen Sparten - etwa durch Zukäufe im Ausland. Heute hat der Konzern weltweit knapp 250 000 Mitarbeiter, davon 160 000 in Deutschland.

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