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Tablet-Markt : Amazons Kindle Fire ist stark gefragt

Der US-Onlinehändler Amazon verbucht laut Medienberichten eine große Nachfrage nach dem Tablet Kindle Fire, das Mitte des Monats auf den Markt kommt. Firmenchef Jeff Bezos fordert Apple auf vielen Ebenen heraus.

Amazon-Firmenchef Jeff Bezos mit dem Tabletcomputer Kindle Fire Quelle: dapd
Amazon-Firmenchef Jeff Bezos mit dem Tabletcomputer Kindle Fire Quelle: dapd

San FranciscoDer US-Onlinehändler Amazon hat nach Medienberichten zum zweiten Mal das Fabrikationsziel für das neue Tablet Kindle Fire angehoben. Fünf Millionen Stück sollen bis Jahresende verkauft werden. Die Aktie des Konkurrenten Apple bricht ein.
Jeff Bezos hat hoch gepokert - und anscheinend gewonnen. Nach Informationen der taiwanesischen „DigiTimes“ hat der amerikanische Webkonzern Amazon eine zusätzliche Million des Tablets bei seinen asiatischen Lieferanten geordert. Bis Jahresende sollen jetzt fünf Millionen Stück ausgeliefert werden. Die zusätzlichen Orders sollen aus überraschend starken Vorbestellungen resultieren. Amazon selbst gibt keine Stellungnahme ab, bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen erklärte Firmenchef Jeff Bezos lediglich man baue „zusätzliche Fertigungskapazitäten auf und produziere Millionen mehr Kindle Fire als geplant“.
Das Fire wird am 15. November in den USA auf den Markt kommen und mit 199 Dollar weniger als halb so viel kosten wie das billigste iPad. Es wird allerdings technisch auch weniger bieten, nicht zuletzt ein deutlich kleineres Display. Als Betriebssystem fungiert ein modifiziertes Android-Betriebssystem von Google.

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Der Webhändler betreibt auf dem Fire seine eigenen App- und Media-Stores. Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens iSupply entsteht bei jedem verkauften Gerät ein Verlust von 20 Dollar. Das Geld soll später mit Software- und Inhalteverkäufen wie Bücher, Videos und Musik wieder hereingeholt werden. Das ist konträr zum Apple-Geschäftsmodell: Das nach Börsenwert wertvollste High-Tech-Unternehmen der Welt verdient prächtig am Hardwareverkauf und zusätzlich mit Inhalten und Software aus seinen Onlineläden.
Trotzdem sehen Analysten bei Apple erste Warnlampen aufleuchten. Cleveland Research Co. hat aktuell die Absatzprognose für das iPad im laufenden Weihnachtsquartal von 14 auf 12 Millionen reduziert, Ticonderoga Securities berichtet von Umfragen bei iPad-Zulieferern, die von geringeren Abnahmemengen durch Apple berichten. Die Umfrageergebnisse seien „zu negativ, um sie ignorieren zu können“, schreibt Analyst Brian White. Dagegen halten andere Analysten die Befürchtungen für übertrieben. Trotzdem legt die Apple-Aktie den Rückwärtsgang ein, am Donnerstag verlor sie 2,55 Prozent auf 385,22 Dollar.

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