Tablet-Streit
Apple muss sich bei Samsung entschuldigen

Ein britisches Gericht hat entschieden: Apple muss öffentlich eingestehen, dass Konkurrent Samsung nicht die Patentrechte beim iPad verletzt hat. Der Computerkonzern muss nun in Anzeigen Reue demonstrieren.
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DüsseldorfDer Computerkonzern Apple muss öffentlich Abbitte leisten. Ein britisches Gericht verdonnerte das Unternehmen dazu, Anzeigen in britischen Zeitungen und auf seiner Internetseite zu schalten. Darin soll Apple eingestehen, dass Samsung nicht die Patentrechte des iPad verletzt hat. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die beiden Unternehmen streiten weltweit vor Gericht über Patentrechte. Sie beschuldigen sich gegenseitig, die Patente und Technologien bei den Tablet-Computern iPad und Galaxy Tab verletzt zu haben.

Ein britisches Gericht hatte jüngst entschieden, dass der südkoreanische Hersteller Samsung nicht die Markenrechte von Apple verletzt hat. Zugleich verdonnerte Richter Colin Birss Apple dazu, die Klarstellung sechs Monate lang auf der britischen Website und in Tageszeitungs- und Magazinanzeigen öffentlich zu machen. Die Anzeige solle jeglichen Verdacht aus der Welt schaffen, dass Samsung beim Design abgekupfert haben könnte.

Das Urteil bedeute, dass Apple "Werbung für Samsung" schalten müsse, sagte ein Anwalt des kalifornischen Kult-Konzerns laut Bloomberg. "Kein Unternehmen nennt gerne den Namen eines Konkurrenten auf seiner Website", so der Anwalt.

Der britische Richter Birss hatte bei der Urteilsverkündung gesagt, das Galaxy Tab sei "nicht so cool" wie das iPad. Der Apple-Anwalt hat angekündigt, Einspruch gegen das Urteil einzulegen.

Sebastian Ertinger ist stellvertretender Redaktionsleiter der Handelsblatt Live App.
Sebastian Ertinger
Handelsblatt Live / Stellvertretender Redaktionsleiter

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