TAG Heuer

Die Anti-Apple-Uhr

TAG Heuer hat seine erste Smartwatch, die „TAG Heuer Connected“ vorgestellt und bläst damit zum Angriff auf Apple. Doch eigentlich passt die Kurzlebigkeit einer Smartwatch nicht zum Qualitätsversprechen der Marke.
Statt einem mechanischen Uhrwerk arbeitet im Inneren ein Chip aus dem Hause Intel mit einer Taktfrequenz von 1,6 Ghz, auf dem das Betriebssystem „Android Wear“ läuft. Quelle: Reuters
TAG Heuer Connected

Statt einem mechanischen Uhrwerk arbeitet im Inneren ein Chip aus dem Hause Intel mit einer Taktfrequenz von 1,6 Ghz, auf dem das Betriebssystem „Android Wear“ läuft.

(Foto: Reuters)

ZürichDie Präsentation der Uhr der Zukunft von TAG Heuer fängt mit einem Film über die 150-jährige Geschichte der Schweizer Marke an; tief verschneite Landschaften, alte Männer mit Lupen-Monokel und bekannte Modelle wie die eckige „Monaco“ fliegen am Betrachter vorbei.

Dann betritt Marken-Chef Jean-Claude Biver die schwarze Bühne; die Show in New York wird per Livestream übertragen: „Tradition verbindet Sie mit dem Gestern, nicht mit dem Morgen“, ruft er dem Publikum zu, wie immer trägt Biver einen grauen, hochgeschlossenen Anzug, der dem kahlköpfigen Manager immer etwas wie einen Geistlichen aussehen lässt. Das passt, wird Biver in der Branche auch „Uhren-Papst“ genannt. Im Unterschied zu anderen Branchen-Größen wie Swatch-Group-Chef Nick Hayek glaubt Biver an das Segment der neuen Smartwatches.

Daher hat sich Biver mit Google und Intel verbündet, um gegen die Apple Watch anzutreten. Gemeinsam stellten die Partner in den USA die erste Smartwatch von TAG Heuer vor, die „TAG Heuer Connected“. Zwischen Konzeption und Marktstart der Computeruhr verging gerade einmal ein Jahr. Seit Montagmittag wird sie in den USA in den ersten 20 Geschäften verkauft, für 1500 Dollar. Die Uhr mag „Intel inside“ haben – doch sie soll klar als Luxusprodukt positioniert werden.

Das sind die neuen Wearables für Manager
Apple Watch 2
1 von 28

Während Fans von Apple Inc. sich in dieser Woche vor allem den Kopf über den fehlenden Kopfhörer-Anschluss beim neuen iPhone zerbrachen, fehlte auch bei der aufgefrischten Smartwatch etwas: die besonders teure Mode-Version.

Sieht aus wie die Apple Watch 1
2 von 28

Statt dessen gab's eine aufgemotzte Version der Apple Watch 1, die es seit 2014 zu kaufen gibt. Die zweite Generation soll nun im September auf den Markt kommen. Preis: ab 419 Euro.

Kooperation mit Nike
3 von 28

Immerhin lässt sich die Smartwatch nun auch zum GPS-genauen Lauftraining verwenden. Auch andere Outdoor-Aktivitäten wie Wandern lassen sich damit nun detailliert tracken. Nachteil: die GPS-Nutzung wirkt sich erheblich auf die Akkuleistung aus. Nicht das einzige Manko....

Wasserdicht, aber kein Luxus
4 von 28

Der Hersteller verzichtete auch auf eine 18-Karat-Gold-Fassung oder Saphirglas.... Für die traditionellen Hersteller von Luxus-Uhren ist das eine Bestätigung dafür, dass Apple nicht in derselben Liga mitspielen kann. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl der schönsten Edel-Smartwatches für Manager.

Bulgari Diango Magnesium Intelligent Watch
5 von 28

Hinter der intelligenten Konzeptuhr des Luxusherstellers Bulgari verbirgt sich ein eingebauter NFC-Chip, der - ähnlich wie Apple Pay - als Schlüssel dient. So öffnet die Uhr beispielsweise in Kombination mit einer entsprechenden App den Tresor ihres Besitzers oder entschärft die Alarmanlage. Auch Haus- und Hotelzimmertüren sollen sich mit der „Diango Magnesium Intelligent Watch“, die wohl Ende des Jahres in Produktion geht, öffnen. Und - not least - es können heikle Daten wie Passwörter und Kontonummern in einer Cloud gespeichert werden, auf die man nur zugreifen kann, wenn man die Luxus-Smartwatch ans Handy hält und damit die entsprechende Sicherheits-App öffnet.

Preis: Der Hersteller hält sich hier noch bedeckt – man kann aber davon ausgehen, dass man für die Diango ähnlich viel hinblättern muss, wie auch für andere Bulgari-Uhren.

(Foto: Screenshot slashgear.com)

Breitling B55 Connected
6 von 28

Die „B55 Connected“ ist die erste Smartwatch aus dem Hause Breitling und stellt das Handy in den Dienst der Uhr. Titan-Gehäuse, Carbon-Beschichtung, digitales und analoges Ziffernblatt gleichzeitig: der klassische Fliegerchronograf ist in der Zeitzone der Wearables gelandet. Über eine App lassen sich u.a. Uhrzeit und Alarm einstellen sowie kabellos Abflug- und Landezeiten auf die Uhr herunterladen, um sie besser zu lesen, zu speichern oder weiterzuleiten.

Preis: ab 7.000 Euro.

(Foto: Screenshot Breitling)

Frédérique Constant Horological Smartwatch
7 von 28

Erschwinglicher Luxus: Die Horological Smartwatch von Frédérique Constant aus Genf. Auch dieser intelligente Zeitmesser sieht zunächst wie eine klassische Uhr aus – ist aber eine Synthese aus Hightech-Innovation und traditioneller Schweizer Uhrmacherkunst. So erzeugt die Uhr beispielsweise mit ihren Sensoren ein Aktivitäts- und Schlaftracking und erinnert über eine App daran, am Tag mindestens 10.000 Schritte zu machen. Auch der Kalorienverbrauch wird in der App angezeigt, während die eigentlich Uhr ihren klassischen Look bewahrt.

Preis: In Stahl ab 950 Euro, in Roségold 1250 Euro.

(Foto: Screenshot Frédérique Constant)

Bivers Smartwatch hat im Unterschied zur Apple Watch ein rundes Gehäuse. Der Durchmesser beträgt stattliche 46,2 Millimeter; der Bildschirm der Uhr zeigt das Zifferblatt einer mechanischen TAG Heuer, wie jenem des Bestsellers „Carrera“. Das Gehäuse ist aus Titan und wasserdicht. „Ich trage die Uhr beim Duschen“ sagt Intel-CEO Brian Krzanich, der eigens zur Uhrenvorstellung an die Ostküste gereist war.

Statt einem mechanischen Uhrwerk arbeitet im Inneren ein Chip aus dem Hause Intel mit einer Taktfrequenz von 1,6 Ghz, auf dem das Betriebssystem „Android Wear“ läuft. Damit funktionieren auf der Uhr zahlreiche gängige Apps wie „Runtastic“, oder Mailprogramme, Navigationssysteme etc. Die Uhr hat einen Hauptspeicher von einem Gigabyte und einem Gesamtspeicher von vier Gigabyte. Die Batterie soll Strom für 25 Stunden Betrieb liefern, heißt es.

Im Unterschied zu einer mechanischen Schweizer Uhr, die bei regelmäßiger Wartung ein Leben lang hält, ist aber auch TAG Heuers Smartwatch vermutlich nach spätestens vier Jahren ein altes Eisen. Diese Kurzlebigkeit passt eigentlich nicht zum Qualitätsversprechen der Marke.

Doch Marketing-Genie Biver hat auch dafür eine Antwort gefunden. Käufer können die Computer-Uhr in den Laden zurückbringen und bekommen für 1500 Dollar Aufpreis eine echte, mechanische TAG Heuer.

Womit klar wird, worin Biver den wahren Sinn einer Smartwatch sieht: als Einstiegsdroge für potenzielle Käufer einer Schweizer Luxusuhr.

Das sind die stärksten deutschen Luxusmarken
15. Poggenpohl
1 von 15

Küchen von Poggenpohl werden stets maßgefertigt und genau an Raum und Haushaltsgröße des Kunden angepasst. Gegründet wurde das Unternehmen 1892 von Friedemir Poggenpohl als kleine Tischlerei mit Ausstellungsraum. Heute stehen Poggenpohl-Küchen in mehr als 70 Ländern.

Quelle: Luxury Business Report 2015

14. Koch und Bergfeld
2 von 15

Seit 185 Jahren fertigt die Manufaktur hochwertige Silberwaren in Handarbeit. Das Unternehmen ist damit eine der ältesten noch aktiven Silberwarenfabriken Deutschland. Es fertigt unter anderem Messer, Gabeln, Löffel und andere Besteckteile aus verschiedenen Epochen wie Klassizismus, Jugendstil, Barock, Rokoko oder Art déco.

13. Bechstein Piano
3 von 15

1853 nahm Carl Bechstein in Berlin die „Pianofortefabrikation“ auf. Bis heute baut das Unternehmen Flügel und Klaviere, die mit ihrem Klang Maßstäbe setzen. Voller Stolz zitiert das Unternehmen Claude Debussy mit dem Satz: „Man sollte Klaviermussik nur für den Bechstein schreiben.“

12. Dedon
4 von 15

Bobby Dekeyser war Fußballprofi und Torwart des TSV 1860 München, als er Dedon 1990 gründete. Heute ist das Unternehmen eine der weltweit führenden Outdoor-Möbelmarken. Die Stühle, Tische oder Liegen werden in Handarbeit geflochten und sind mit ihrer speziell entwickelten Kunsststofffaser besonders widerstandsfähig. Gleichzeitig hat das Unternehmen schon viele renommierte Design-Preise gewonnen.

11. Robbe & Berking
5 von 15

Schon seit 1874 schmiedet das Familienunternehmen hochwertige Silberstecke und Tafelgeräte – inzwischen in der fünften Generation. Rund 20 Tonnen Silber verarbeiten die knapp 200 Beschäftigten pro Jahr. Das Flensburger Unternehmen handelt auch mit Edelmetallen und seit 2008 baut eine Tochterfirma Yachten aus.

10. BWM i8
6 von 15

Der bayerische Premiumhersteller hat einen Sportwagen entwickelt, der einen Energieverbrauch und Schadstoffemissionen wie ein Kleinwagen hat. Dank einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor beschleunigt das Fahrzeug zwar in 4,4 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, verbraucht auf 100 Kilometern aber im Schnitt nur 2,1 Liter Benzin und 11,9 Kilowattstunden Strom.

9. Porsche
7 von 15

Automarken gibt es viele in Deutschland, aber keine hat so einen Kultstatus wie der Sportwagenhersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen. Die Volkswagen-Tochter sieht sich selbst nicht nur als größter und traditionsreichster Sportwagenhersteller der Welt, sondern auch noch als das weltweit profitabelste Automobilunternehmen.

Startseite

Mehr zu: TAG Heuer - Die Anti-Apple-Uhr

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%