Tarifrunde
Telekom lockt Verdi mit längerem Kündigungsschutz

Die Deutsche Telekom stellt den 50 000 Angestellten in ihren Service-Töchtern einen verlängerten Schutz vor Kündigungen in Aussicht, wenn sie sich mit einer mäßigen Lohnerhöhung begnügen.

HB FRANKFURT. Finanzvorstand Thomas Sattelberger sagte dem Berliner "Tagesspiegel" laut einer Vorabmeldung vom Freitag: "Wenn Verdi mit uns einen maßvollen Tarifabschluss gestalten will, dann kann sie auch mit einer Zusage des Kündigungsschutzes über Ende 2012 hinaus rechnen." Das Unternehmen könne sich vorstellen, die Garantie "weit in die erste Hälfte des kommenden Jahrzehnts" auszudehnen.

Die Ausgliederung der 50 000 Mitarbeiter in Servicegesellschaften im Sommer 2007 war vom ersten Streik der Firmengeschichte begleitet worden. Der Wechsel ist mit Lohneinbußen von 6,5 Prozent verbunden, die die Beschäftigten im kommenden Jahr erstmals zum Teil zu spüren bekommen sollten. Die Telekom hatte vor einer Woche Bereitschaft signalisiert, auf die Absenkung um 2,17 Prozent im Januar zu verzichten. Für die Festnetz-, die Internet-Sparte, die Konzernzentrale und T-Service fordert die Gewerkschaft Verdi in der im Januar beginnenden Tarifrunde 8,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt .

Ein Telekom-Sprecher betonte am Freitag, Sattelberger habe ein Signal gegeben, dass der Konzern keine Nullrunde anstrebe.

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