Tarifstreit
Telekom prüft Aktien als Mitarbeiterdividende

Die Deutsche Telekom will im Tarifstreit durch neue Formen der Mitarbeiterbeteiligung die verhärteten Fronten aufweichen. Personalvorstand Thomas Sattelberger prüft derzeit Aktien als Mitarbeiterdividende.

DÜSSELDORF. "Ich würde mich freuen, wenn es zu einer Mitarbeiterbeteiligung auf Aktienbasis bei uns kommen sollte", sagte der frühere Conti-Vorstand. Neben einer Aktienbeteiligung prüft die Telekom auch eine Gewinnbeteiligung. "Sollte beispielsweise das Ebitda über Plan liegen, könnte man sich als Erfolgsbeteiligung vorstellen, dass ein Drittel davon als Prämie an die Mitarbeiter geht. Das ist nur eines von möglichen Denkmodellen über die wir mit Verdi reden möchten", sagte Sattelberger.

Das Verhältnis zwischen Telekom und Verdi ist wegen des Tarifkonflikts angespannt. Die Dienstleistungsgewerkschaft hat den Konzern aufgefordert, seine Verhandlungsposition zu überdenken. "Wenn wir in der kommenden Runde kein neues Angebot vorgelegt bekommen, wird die Große Tarifkommission über das Scheitern der Verhandlungen entscheiden", sagte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder. Gestern haben nochmals 4 500 Telekom-Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt.

Sattelberger zeigt nun im Gegenzug eine höherer Bereitschaft, zu einer Einigung zu kommen. Ein Instrument sind Prämien in Form von Aktien- oder Erfolgsbeteiligungen. Die Telekom hat bislang eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent über zwei Jahre und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes um ein Jahr vorgeschlagen. Außerdem wurden Nachverhandlungen angeboten, wenn die Inflation in diesem Jahr über 1,5 Prozent liegen sollte.

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