Tarifstreit
Warnstreiks bei Telekom ausgeweitet

Nach dem Scheitern der Tarifgespräche bei der Telekom beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben allein in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen mehr als 1000 Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen.

HB FRANKFURT. Im Tarifstreit bei der Deutschen Telekom hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Warnstreiks ausgeweitet. In ganz Deutschland außer Baden-Württemberg legten Telekom-Beschäftigte am Montag zum Teil den ganzen Tag die Arbeit nieder. Mehr als 4000 Mitarbeiter hätten sich an dem Ausstand beteiligt, teilte die Gewerkschaft mit. Für die restliche Woche seien weitere Aktionen geplant.

Verdi hatte die Verhandlungen am Wochenende nach dem aus ihrer Sicht zu niedrigen Angebot der Arbeitgeber für gescheitert erklärt. Beide Seiten haben nun innerhalb einer Woche die Möglichkeit, einen Schlichter anzurufen. Verdi will dies nach Angaben eines Sprechers nicht tun, die Telekom darüber erst in ein paar Tagen entscheiden.

Das Telekom-Management hatte am Freitag erstmals ein Angebot vorgelegt. Danach sollen die 60 000 Tarifangestellten der Festnetzsparte und der Konzernzentrale eine Einmalzahlung von 730 Euro erhalten. Die Entgelte der 40 000 Beamten, Auszubildenden und Beschäftigten der Auffanggesellschaft Vivento sollen sich nicht erhöhen. Alle Beschäftigten sollen aber Aktien im Wert von 270 Euro erhalten.

Dem Vorschlag des Konzerns zufolge sollen die Pausen der Beschäftigten nicht mehr in vollem Umfang bezahlt werden. Daher zahlten die Mitarbeiter die Tariferhöhung letztlich selbst, sagte ein Verdi-Sprecher, das Angebot sei eine „Mogelpackung“. Die Gewerkschaft verlangt einschließlich Bonizahlungen 6,7 Prozent mehr Geld. Die Telekom hatte im vergangenen Jahr ihren Gewinn auf 5,6 Mrd. Euro nahezu vervierfacht und will eine Rekorddividende ausschütten.

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