Tarifvertrag
BenQ vor Einigung mit der IG Metall

Der Handy-Hersteller BenQ Mobile ist kurz davor, sich mit der IG Metall über einen Tarifvertrag für die Beschäftigten im Werk Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) zu einigen.

HB BONN. „Wir sind guter Dinge, dass wir bald zu einem Abschluss kommen“, sagte Clemens Joos, Chef der Mobilfunksparte des taiwanesischen Elektronikherstellers BenQ, am Donnerstag am Rande der Handelsblatt-Tagung „Telekommarkt Europa“ in Bonn.

Bei den Verhandlungen geht es um zwei Ergänzungstarifverträge für rund 2 000 Mitarbeiter. Die Verträge laufen Ende Juni aus. Die Taiwaner hatten den hoch defizitären Handybereich von Siemens im vergangenen Herbst übernommen. Seither fürchten die Beschäftigten, dass die Asiaten die Fabrik schließen. Der noch von Siemens ausgehandelte Ergänzungstarifvertrag beinhaltet eine 40-Stunden-Woche und Löhne, die im Schnitt ein Fünftel niedriger sind als üblich. Joos will diesen Vertrag verlängern, die IG Metall fordert verbesserte Konditionen für ihre Mitglieder.

Eine vorläufige Einigung könnte darin bestehen, dass der Vertrag noch einmal bis Jahresende verlängert und dann eine neue grundsätzliche Lösung gesucht wird. Der Grund: Joos erwartet im vierten Quartal erstmals schwarze Zahlen. Erst wenn sich die erhofften Erfolge auch eingestellt haben, will er eine langfristige Lösung suchen. „Ich habe den Eindruck, dass dafür auch Verständnis da ist“, sagte Joos. Das nächste Gespräch mit der Gewerkschaft steht Ende des Monats an.

Den Turnaround will Joos mit hochwertigen Geräten schaffen. Anders als die Branchenführer Nokia und Motorola schließt er eine Expansion in Schwellenländer aus. „Es ist für uns kein strategischer Fokus, im Massengeschäft in diesen Ländern aktiv zu werden“, sagte Joos. lou

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