TDK zahlt 1,4 Milliarden Euro für die ehemalige Siemens-Tochter
Epcos verkauft sich an Japaner

Keine zehn Jahre nach seiner Gründung wird der deutsche Halbleiterkonzern Epcos geschluckt. Am Mittwoch gab der japanische Technologiekonzern TDK die Übernahme der Münchener für rund 1,4 Mrd. Euro inklusive Schulden bekannt. Das Epcos-Management begrüßte die Übernahme – und selbst die Gewerkschaft IG Metall ist zufrieden.

MÜNCHEN/PEKING. „TDK ist für uns ein ausgezeichneter Partner“, sagte der Epcos-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Ziegler in Tokio. Auch die IG Metall ist zufrieden. Damit sei eine latent drohende Übernahme durch Finanzinvestoren abgewendet worden, erklärte Gewerkschaftsfunktionär Michael Leppek.

Mit Epcos geht der letzte große europäische Hersteller von elektronischen Komponenten wie Kondensatoren oder Stromwandlern an die Asiaten. Vom Volumen her handelt es sich um die größte Übernahme in der Branche seit sieben Jahren. Die Aktionäre haben von August bis Oktober Zeit, sich das Angebot von 17,85 pro Aktie zu überlegen. Der Markt reagierte schnell: Der TecDax-Wert schoss am Mittwoch um 25 Prozent in die Höhe und schloss auf dem Angebotspreis.

TDK will Epcos mit dem eigenen Geschäft für Elektronikkomponenten zu einem eigenen Unternehmen zusammenführen. Epcos hat 18 300 Mitarbeiter und machte 2007 1,44 Mrd. Euro Umsatz. Während die Deutschen ihre Kondensatoren und Stromwandler für die Autoindustrie liefern, hat TDK seine Kunden in der IT- und Unterhaltungsindustrie. Die Japaner haben sich zudem als Spezialisten für Festplattenleseköpfe etabliert. „Wo wir stark sind, ist TDK schwach – und umgekehrt. Das ist die Logik“, sagte Epcos-Chef Gerhard Pegam in Tokio. Von den fünf Vorstandsposten des neuen Unternehmens werden zwei von Epcos besetzt.

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