TecDax-Wert büßt frühe Kursgewinne wieder ein
United Internet verzeichnet Rekordquartal

Die im Poker um Freenet unterlegene United Internet hat dank anhaltenden Kundenwachstums das erfolgreichste erste Quartal in ihrer Firmengeschichte erzielt. Trotz zweistelliger Zuwächse im Auftaktquartal hält der Internetanbieter aber an der ausgegebenen Jahresprognose fest.

rtr DÜSSELDORF. Nach Aussage eines Sprechers vom Mittwoch, bleibt es bei dem erwarteten Wachstum von 20 Prozent bei Umsatz, operativem Ergebnis (Ebitda) und Ergebnis je Aktie. Das erste Quartal habe sich wie erwartet entwickelt.

Firmenchef Ralph Dommermuth hatte bereits durchblicken lassen, dass die ersten drei Monate des Jahres gut verlaufen sind. Er hatte dies mit der Zahl von rund 240 000 neuen Kundenverträgen untermauert, davon 110 000 für das schnelle Internet (DSL). Die DSL-Sparte 1&1 hatte das Bild des Rekordjahrs 2007 getrübt. Sie war deutlich hinter ihrem Zielwert bei den Neukunden zurückgeblieben. Der Umsatz stieg United Internet zufolge von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,3 Prozent auf 402 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen legte 31 Prozent auf 83 Mill. Euro zu. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 45 Mill. Euro nach 31 Mill. Euÿro vor Jahresfrist.

An der Börse reagierten die Anleger zunächst mit Zukäufen: Die im TecDax notierte Aktie legte im frühen Handel zeitweise 2,5 Prozent zu. Im Verlauf büßte das Papier die Gewinne jedoch ein und tendierte zwischenzeitlich sogar leicht im Minus.

United-Chef Dommermuth kündigte ferner an, die Ende April vereinbarte Übernahme von Debitel durch Freenet mit juristischen Mitteln blockieren zu wollen. „Wir haben einen Antrag auf Einstweilige Verfügung gestellt, die die Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung des Debitel-Kaufs unterbinden soll“, sagte Dommermuth dem Handelsblatt. Er habe als Freenet-Aktionär ein Interesse daran, dass sich die Aktie gut entwickle und nicht an Wert verliere. Die Transaktion nütze allein dem bisherigen Debitel-Eigentümer, dem Finanzinvestor Permira.

Bei einer Debitel-Übernahme steigt Permira mit 25 Prozent zum neuen Freenet-Großaktionär auf. Der Freenet-Anteil der von UI und Drillisch gehaltenen Holding MSP verwässert sich damit auf 18,9 Prozent von 25,2 Prozent.

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