Technik-Experte geht
Apple baut die Führungsspitze um

Macht sich bei Apple Nervosität breit? Der iPhone-Hersteller beruft mit Bob Mansfield eine wichtige Führungskraft ab. Eine Begründung nannte der Konzern nicht. Mansfield trug sich aber schon länger mit Abschiedsgedanken.
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DüsseldorfIst es ein Zeichen für Unruhe – oder will nur ein verdienter Mitarbeiter kürzertreten? Apple baut seine Führungsspitze erneut um: Der langjährige Manager Bob Mansfield verlässt das Leitungsteam, wie eine Apple-Sprecherin gegenüber mehreren Medien bestätigte. Er werde aber weiter an nicht näher benannten „Spezialprojekten“ arbeiten. Der für seine Geheimhaltung bekannte Konzern hatte den Abgang nicht offen kommuniziert, sondern nur auf Nachfrage bestätigt. Mansfields Biografie war von der Firmenseite mit hochrangigen Mitarbeitern entfernt worden.

Gründe für den Abgang nannte das Unternehmen zunächst nicht. Die Entscheidung fällt in einer Zeit, in der Investoren auf vollkommen neue Produkte drängen. Apple erwirtschaftet zwar nach wie vor Rekordumsätze, doch das Wachstum ist fast zum Erliegen gekommen, der Gewinn sogar gesunken. Anleger hoffen daher, dass die Firma auf neue Märkte vordringt, um wieder so stark zu wachsen wie in den Jahren nach der Einführung von iPhone und iPad.

Bob Mansfield wollte allerdings schon im vergangenen Jahr in Ruhestand gehen. Apple-Chef Tim Cook konnte den damals 55-Jährigen jedoch davon überzeugen, zu bleiben. Bei einem massiven Umbau der Führungsspitze, mit dem Chef-Designer Jony Ive deutlich mehr Einfluss bekam, übernahm Mansfield eine neue Technologiesparte für Mobilfunktechnik und Chipentwicklung. Eine üppige Bezahlung könnte bei der Entscheidung geholfen haben: Mit einem Gehalt von 85 Millionen Dollar – ein Großteil in Form von Aktienoptionen – war der Apple-Veteran nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg einer der bestbezahlten Manager der USA.

Mansfield stieß 1998 zu Apple und hatte lange Zeit eine tragende Rolle inne. Lange leitete er die Entwicklung der Mac-Computer und verantwortete 2005 den strategisch wichtigen und erfolgreichen Übergang zu Prozessoren von Marktführer Intel. Auch an der Entwicklung von Geräten wie dem iPad war er beteiligt.

Ob Mansfield ersetzt wird und wer in diesem Fall die Aufgaben übernimmt, teilte Apple nicht mit. Der Hersteller hatte im März den Technik-Chef des Software-Spezialisten Adobe, Kevin Lynch, abgeworben. Der Cloud-Experte arbeitete unter Mansfield als Vizepräsident.

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