Technologiebranche
IBM greift offenbar nach Sun Microsystems

Das wäre vermutlich die Übernahme des Jahres im Technologiesektor: IBM will offenbar den Konkurrenten Sun Microsystems schlucken. Strategisch wäre es für beide Unternehmen lohnenswert, sagen Fachleute. Es gibt allerdings noch Zweifel, ob das Geschäft zustande kommt.

MÜNCHEN/NEW YORK. Der Server-Markt kommt in Bewegung: Der amerikanische IT-Konzern IBM will den Konkurrenten Sun Microsystems übernehmen. Dies bestätigten gestern mehrere Beteiligte. Eine offizielle Bestätigung für den 6,5 Mrd. Dollar schweren Deal gab es allerdings nicht. Erst am Montag hatte das US-Unternehmen Cisco seinen Einstieg in das Geschäft mit den Netzwerkrechnern angekündigt.

Sollte der Vorstoß von IBM gelingen, entstünde der mit einem Marktanteil von über 40 Prozent mit Abstand größte Serverhersteller weltweit. Schon heute teilen sich einige wenige Anbieter das Geschäft mit den Netzwerkrechnern. Führend sind nach Berechnungen der Marktforscher von Gartner IBM und Hewlett-Packard (HP), die jeweils rund ein Drittel des über 40 Mrd. Euro schweren Marktes einnehmen. Es folgen Dell und Sun sowie mit weitem Abstand Fujitsu Siemens.

Nach Ansicht von Marktbeobachtern geht es IBM mit der Akquisition vor allem darum, seine Kundenbasis zu erweitern. Der IT-Konzern ist insbesondere im Geschäft mit hochpreisigen Servern stark. Sun könnte das Portfolio durch günstigere Rechner ergänzen. Zudem verfügt die Firma aus dem Silicon Valley über einen breiten Käuferstamm in der Finanz- und Telekombranche.

Der Servermarkt steht derzeit im Blickpunkt der IT-Industrie. Grund dafür ist der Netzwerkausrüster Cisco, der Anfang der Woche zum ersten Mal eigene Produkte für dieses Feld vorgestellt hat. Server werden vor allem in Rechenzentren eingesetzt. Da Unternehmen und Privatleute immer stärker das Internet nutzen, steigt der Bedarf an Rechenleistung sowie Speicherkapazitäten weltweit.

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