Technologiekonzern
HP führt Kleinkrieg mit Oracle fort

Die Stimmung zwischen den beiden Technologiekonzernen Hewlett-Packard und Oracle wird immer frostiger. Aus dem verbalen Schlagabtausch der vergangenen Monate drohen handfeste Gerichtsverfahren zu werden.
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Palo AltoHP hat Oracle in einem Brief ultimativ aufgefordert, mit seiner Software weiterhin die verbreiteten Intanium-Prozessoren zu unterstützen. Diese Chips sind das Herz vieler großer Firmenrechner von HP.

Es gebe rechtlich bindende Vereinbarungen, die Oracle gegenüber HP und den betroffenen 140 000 Kunden eingegangen sei, erklärte HP am Mittwoch. „Wir glauben, dass dies der gesetzwidrige Versuch ist, Kunden von der HP-Itanium-Plattform auf Oracles eigene Plattform zu drängen.“

Oracle hatte den Großrechner-Spezialisten Sun übernommen und versucht seitdem, den Firmenkunden seine Software samt der passenden Hardware zu verkaufen. Oracle entwickelt vor allem Datenbanken und ist Konkurrent der deutschen SAP.

Oracle hatte Mitte März erklärt, die Unterstützung für den gemeinsam von HP und Intel entwickelten Server-Chip Itanium auslaufen zu lassen. Das war der bisherige Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen den beiden Konzernen.

Die beiden einst guten Partner hatten sich über den unrühmlichen Abgang des damaligen HP-Chefs Mark Hurd zerstritten. Hurd ist ein Freund von Oracle-Chef Larry Ellison, der ihn flugs ins eigene Unternehmen holte, und immer wieder gegen HP schoss.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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