Technologiekonzern
Siemens erhält Kaufangebote für Sortieranlagengeschäft

Der Siemens-Konzern plant sein Geschäft mit Sortieranlagen für Postzentren und Flughäfen zu verkaufen. Der Geschäftsbereich wirft Siemens nach zu wenig Rendite ab. Mehrere Angebote hat er für die Sparte bereits erhalten.
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München/ FrankfurtSiemens kommt beim geplanten Verkauf seines Geschäfts mit Sortieranlagen für Postzentren und Flughäfen offensichtlich voran. Der Münchner Technologiekonzern habe mehrere Angebote für die Sparte erhalten, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von zwei mit der Situation vertrauten Personen. Für das Geschäft mit Sortieranlagen gaben den Insidern zufolge der Finanzinvestor Triton sowie die US-Beteiligungsfirmen Gores und Platinum bis zum Fristende Anfang Juli entsprechende Angebote ab. Die Sparte, die Großkonzerne wie die US-Post oder die Deutsche Post zu ihren Kunden zählt, setzt im Jahr rund 800 Millionen Euro um und erzielt einen operativen Gewinn von ungefähr 60 Millionen Euro. Den Unternehmenswert bezifferte einer der Insider auf etwa 300 Millionen Euro. Siemens, Triton und die Citigroup, die den Verkauf abwickelt, wollten sich nicht äußern. Gores und Platinum waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Geschäftsbereich wirft nach dem Geschmack von Siemens zu wenig Rendite ab. Zudem will sich der Münchener Konzern künftig stärker auf die Felder Energietechnik, Industrie, Infrastruktur und Gesundheitswesen konzentrieren und deshalb Randbereiche abstoßen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Technologiekonzern: Siemens erhält Kaufangebote für Sortieranlagengeschäft"

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  • Herr Löscher hat es anscheinend nicht nötig mit den Mitarbeitern zusprechen bevor die Presse informiert wird.
    Wer so mit den Mitarbeitern umgeht, darf sich über Protestaktionen nicht wundern.

  • ...der Anlagenbau bei Siemens hat auch immer dafür gesorgt, dass das Produktgeschäft gelaufen ist. Jetzt fällt der Vorhang. Die Brief- und Gepäcksortierung sind erst der Anfang

  • Infrastruktur dürfte dann wohl das nächste Objekt für den Verkauf sein! Weiter so Löscher, in drei Jahren ist dann Siemens ausgeöscht und die gigantischen Bounszahlenungen vom "GE" werden endlich fällig. Wer so einen Vorstand hat, braucht keinen Kokurrenten mehr.

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