Teil der Produktion soll nach China verlagert werden
Motorola-Mitarbeiter wehren sich gegen Entlassungen

Etwa 1 500 Menschen haben am Freitag in Flensburg gegen den beschlossenen Abbau von 600 Arbeitsplätzen in der Handy-Fabrik des US-Industriekonzerns Motorola protestiert.

HB FLENSBURG. „Subventionen kassieren und tschüs!“ und „Kein Sterben auf Raten, die Produktion muss bleiben“, hieß es auf Transparenten. Die Industriegewerkschaft Metall hatte zur Kundgebung vor dem Werk aufgerufen. Während der Demonstration wehte anstelle der US-Flagge, die dort normalerweise aufgezogen ist, die Schleswig-Holstein-Fahne.

Motorola streicht rund ein Drittel der zurzeit 1 800 Stellen. Ein wesentlicher Teil der Mobiltelefon-Produktion soll aus Kostengründen nach China verlagert werden. „Für uns ist das ein Sterben auf Raten, wir haben kein Vertrauen in die Zukunft“, sagte der Vorsitzende der Vertrauensleute der Motorola-Fabrik, Hans-Peter Unrau. Der schleswig- holsteinische Wirtschaftsstaatssekretär Michael Rocca sicherte volle Unterstützung für eine Auffanggesellschaft zu. Nach seinen Angaben hat Motorola allein in den vergangenen sieben Jahren insgesamt rund 20 Mill. Euro Fördergelder von Bund und Land erhalten.

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