Tele 5, RTL 2, Cinemaxx
Filmhandel floriert bei Tele München

Die hohe Nachfrage der Fernsehsender nach Filmen und Serien sorgen beim Medienkonzern Tele-München-Gruppe des Filmrechtehändlers Herbert Kloiber für ein Rekordergebnis. Problemfall ist und bleibt allerdings die Kinokette Cinemaxx. Die Gründe dafür liegen vor allem in Hollywood.

MÜNCHEN. Der Umsatz stieg nach Unternehmensangaben vom Donnerstag im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf 267 Mill. Euro. „In diesem Jahr wollen die die 300-Million-Euro-Grenze knacken“, sagte Vorstandschef und Gesellschafter Kloiber dem Handelsblatt. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Jahr beträgt 36 Mill. Euro.

Kloiber besitzt nach dem Zusammenbruch der Kirch-Gruppe vor fünf Jahren die größte Film- und Fernsehbibliothek in Deutschland. Zu seinen Kunden gehören alle großen Sender vom ZDF über Pro Sieben Sat 1 bis hin zur RTL-Senderfamilie. Zur Tele-München-Gruppe gehören außerdem der Fernsehsender Tele 5, die Beteiligung an RTL 2 und dem österreichischen Privatkanal ATV.

Kloiber will das Filmgeschäft nun weiter ausbauen. Der Münchener Medienunternehmer setzt dabei vor allem auf neue Möglichkeiten wie Filmabrufportale (Video-on-Demand). Erst vor wenigen Wochen gründete er mit der On-Demand-Gruppe – eine Tochter der amerikanischen Mediengruppe Sea Change – ein entsprechendes Portal. Verträge mit den Kabelkonzernen wie KDG und Unity (Ish, Iesy) seien unterzeichnet. „In den nächsten 30 Monaten wird Video-on-Demand explosionsartig steigen“, ist sich Kloiber sicher. „Für uns geht es in Zukunft darum, alle Rechte einzukaufen, um nun die neuen Geschäfte voranzutreiben“, sagte der ehemalige Kirch-Manager. Bisher hatte sich Kloiber vor allem auf den Verkauf von Abspielrechten im frei empfangbaren Fernsehen konzentriert.

Riesige Filmothek

Im vergangenen Jahr investierte Kloiber nach eigenen Angaben knapp 104 Mill. Euro in den Ausbau seiner Filmbibliothek. Der Österreicher kauft nicht nur bei den Studios in Hollywood ein, sondern treibt auch die eigene Filmproduktion voran. Derzeit produziert er die Verfilmung von Martin Walsers Novelle „Ein fliehendes Pferd“, die im Herbst in die Kinos kommen wird. Außerdem verfilmt er die Kitsch-Romane von Rosamunde Pilcher. Der Streifen „Die Muschelsucher“ wurde bereits im vergangenen Jahr in 28 Länder verkauft. Zuletzt schnappte Kloiber seinem Konkurrenten Jan Mojto („Napoleon“, „Krieg und Frieden“) mit seiner Filmproduktionsgesellschaft Eos die Koproduktion des Fernsehzweiteilers „Ali Baba und die 40 Räuber“ weg. Die Mini-Serie mit einem Budget von knapp 11 Mill. Euro wird derzeit in Marokko gedreht.

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