Telecom Italia
Vorerst keine Mobilfunkfusion mit Hutchison

Italiens größter Telekom-Anbieter will seinen Schuldenberg abbauen und bietet Teile seiner Mobilfunksparte zum Verkauf an. Dass dies nicht um jeden Preis geschehen soll, zeigt die jüngste Entwicklung.
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MailandAus dem geplanten Einstieg des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa beim Mobilfunkgeschäft der Telecom Italia wird vorerst nichts. Italiens größter Telekom-Anbieter habe die Verhandlungen mit den Asiaten beendet, sagte ein Verwaltungsratsmitglied des Mailänder Konzerns am Donnerstag nach einem Treffen des Gremiums. Im April war bekanntgeworden, dass Hutchison sich mit 30 Prozent an der Mobilfunksparte der Italiener beteiligten wollte.

Hutchison hatte Ende Juni mitgeteilt, die Irland-Tochter des hoch verschuldeten spanischen Telekom-Konzern Telefonica für 780 Millionen Euro zu kaufen. Hutchison ist in den vergangenen zehn Jahren in sechs europäischen Märkten aktiv geworden, darunter Großbritannien und Italien. Allerdings war das Geschäft selten profitabel, weil die Aktivitäten im Vergleich mit den lokalen Platzhirschen insgesamt klein geblieben sind.

Ende Mai hatte der Verwaltungsrat von Telecom Italia beschlossen, das Festnetzgeschäft auszugliedern. Nach früheren Informationen einer Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist, bewertet Telecom Italia das Festnetzgeschäft mit 13 bis 15 Milliarden Euro. Die Trennung des Netzes vom Mobilfunkgeschäft dient Kreisen zufolge dem Abbau des Schuldenbergs und der Einsparung von Personalkosten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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