Telefónica Deutschland
O2 fährt wegen Fusion mit E-Plus Jahresverlust ein

Die Fusion mit dem Konkurrenten E-Plus hat bei Telefónica Deutschland für einen hohen Jahresverlust gesorgt. Unter dem Strich stand ein Minus von 383 Millionen Euro. Das Großprojekt ist immer noch nicht abgeschlossen.

FrankfurtDie Aufräumarbeiten nach der Übernahme des Rivalen E-Plus haben Telefónica Deutschland in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand 2015 ein Verlust von 383 Millionen Euro, wie das unter der Marke „O2“ bekannte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Sonderbelastungen resultierten vor allem aus der Zusammenschaltung der Handynetze, Wertminderungen sowie dem Abbau von 1600 Jobs.

Trotz des Jahresverlustes soll für 2015 wie im Vorjahr eine Dividende von 24 Cent je Titel gezahlt werden. Der Großteil des Geldes geht an den spanischen Haupteigner Telefónica. Der Branchenriese hält 63 Prozent der Aktien.

Telefónica Deutschland hatte im Oktober 2014 den Mobilfunkrivalen E-Plus für 8,6 Milliarden Euro übernommen. Damit stieg das in München angesiedelte Unternehmen nach Kunden zum größten Mobilfunknetzbetreiber auf. Die Zusammenlegung, mit der 250 Millionen Euro im Jahr gespart werden sollen, ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Kosten für Großprojekte wie die Verschmelzung der Netze und IT-Systeme werden im ersten Halbjahr 2016 zu Buche schlagen.

Das Betriebsergebnis (Oibda) soll laut Vorstandschef Thorsten Dirks im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Im Vorjahr war die Kennzahl noch um ein Fünftel auf 1,76 Milliarden Euro gestiegen

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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