Telefónica Deutschland
O2 prüft Zukunft seiner Call-Center

Telefónica Deutschland will 1600 Stellen sparen und prüft dafür mehrere Unternehmensbereiche – unter anderem die Call-Center. Drei Standorte sollen ausgegliedert werden. Was sich der Mobilfunkkonzern davon erhofft.
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MünchenDer Mobilfunkkonzern Telefónica Deutschland mit seiner Marke O2 stellt seine deutschen Call-Center auf den Prüfstand. Zunächst werden drei Call-Center in Hamburg, Bremen und Nürnberg mit zusammen gut 2000 Mitarbeitern ausgegliedert, sagte ein Firmensprecher am Montag und bestätigte damit einen Bericht der „Rheinischen Post“.

Ziel sei es, die Call-Center als rechtlich selbstständige Einheiten zu führen und damit mit den vier weiteren Call-Centern in Rostock, Berlin, Potsdam und Essen vergleichbar zu machen. Nach einer Phase der Überprüfung will das Unternehmen dann im kommenden Jahr entscheiden, wie es mit den Call-Centern weitergeht.

Generell verlieren Telefonzentren für Unternehmen an Bedeutung, weil viele Kunden sich über einfache Fragen im Internet informieren und auch Verträge oder Rechnungen online einsehen. Die Mitarbeiter in den Call-Centern werden dadurch häufiger als früher mit anspruchsvolleren Fragen oder Problemen konfrontiert, für die sie ausgebildet sein müssen.

Telefónica Deutschland war im vergangenen Jahr mit E-Plus verschmolzen und dadurch zum größten Mobilfunkanbieter in Deutschland aufgerückt. Durch den Zusammenschluss erwartet der Konzern Einsparungen von mehr als fünf Milliarden Euro. Dazu soll auch der Abbau von 1600 Stellen, vor allem in München und Düsseldorf, beitragen. Mit den Arbeitnehmervertretern hatte sich das Unternehmen bereits Anfang des Jahres auf einen Sozialplan für den Stellenabbau bis zum Jahr 2018 geeinigt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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