Telefónica Netzwerkprobleme bei O2 und E-Plus sorgen bundesweit für verärgerte Kunden

Eine Störung hat die Netzwerke von O2 und E-Plus stillgelegt. Zahlreiche Mobilfunkkunden kamen nicht ins Internet. Es gab aber wohl eine Möglichkeit, das Problem zu beheben.
Update: 16.05.2018 - 10:23 Uhr 3 Kommentare
O2 und E-Plus: Dieser Fehler löste die Störung bei Telefónica aus Quelle: AP
Telefonica

Der Umfang der Störung ist derzeit noch unklar.

(Foto: AP)

New YorkZahlreiche Mobilfunkkunden mussten am Dienstag ohne Telefonie und auch ohne Internet auskommen. Verantwortlich dafür waren Störungen im Netz von Telefónica.

Betroffen waren unter anderen die Anbieter O2, E-Plus und Alditalk. Bis zum Abend schaffte es der Betreiber den Informationen nach nicht, einen Grund für die Probleme auszumachen. Auch der Umfang der Störungen blieb unklar.

„Unsere Netzkollegen arbeiten mit höchster Priorität an der Behebung“, zitiert die „Welt“ einen Sprecher von Telefónica.

Aufklärung gab es erst am Mittwochmorgen: Ein Software-Fehler habe die stundenlange Störung ausgelöst, teilte das Unternehmen mit. Die „Einschränkungen“ beim Telefonieren und mobiler Internet-Nutzung habe vor allem Kunden getroffen, die sich im Laufe des Tages neu ins Internet einbuchten, zum Beispiel aus dem Flugmodus.

Laut der „Welt“ seien Störungen aus dem gesamten Bundesgebiet gemeldet worden. Neben O2, E-Plus und Alditalk waren auch die Netze von Drillisch, Blau, Fonic, Freenet, Tchibo Mobil sowie K-Classic Mobil betroffen. Dadurch seien auch Dienste von Whatsapp beeinflusst worden.

Die betroffenen Kunden brachten ihren Frust vor allem bei Twitter zum Ausdruck. Auf der Webseite „allestörungen.de“ kommentierten um kurz vor 4 Uhr morgens mehrere Kunden von Alditalk, dass immer noch nichts funktioniere. Bei O2 und E-Plus sah es um diese Uhrzeit schon etwas besser aus.

Wer am Morgen noch von den Problemen betroffen sei, der sollte den Flugzeugmodus für kurze Zeit einschalten, empfahlen zahleiche Betroffene auf „allestörungen.de“. Auf Twitter empfahl O2 Kunden, die nach wie vor Probleme haben, das Handy vollständig auszuschalten und neu zu starten.

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3 Kommentare zu "Telefónica: Netzwerkprobleme bei O2 und E-Plus sorgen bundesweit für verärgerte Kunden"

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  • Zunächst: Es gibt in Deutschland nur drei Mobilfunknetze: T-Mobile, Vodafone und O2. Letzteres Netz hat Probleme. Und damit alle Reseller dieses Netzes - Alditalk und wie sie alle heißen. Tendenziell sind das so ziemlich alle Billiganbieter, denn O2 verkauft seine Vorleistungen am billigsten. Wie immer gilt, dass man das bekommt, was man bezahlt: Das O2-Netz ist technisch das schlechteste der drei, auch wenn Telefonica in den letzten Jahren viel investiert hat.

    Wenn in den Kommentaren hier über die Verfügbarkeit in Notfällen geklagt wird, legt das den Finger in eine Wunde. Dieses Kind ist aber schon längst in den Brunnen gefallen: Kein Netz. egal ob Festnetz oder Handy, funktioniert noch bei Stromausfall.

    Zu Zeiten der Deutschen Bundespost und des analogen Festnetzes wurde das komplette Telefonnetz von der Deutschen Bundespost mit Strom versorgt. Jede Ortsvermittlung hatte einen Batterieraum und kaum ein Telefonapparat hatte einen Stromanschluss. Auch ISDN war so ausgelegt, dass der Teilnehmer bei Stromausfall zumindest von einem Apparat aus telefonieren konnte.

    In Zeiten von Voice over IP funktioniert ohne Strom für den Router kein Festnetztelefon mehr. Viele Mobilfunk-Feststationen haben überhaupt keine Notstromversorgung mehr - vor allem bei O2. Spätestens nach ein paar Stunden sind auch die vorhandenen Batterien leer.

    Im Notfall hilft nur noch ein batteriebetriebenes UKW-Radio, damit man wenigstens Nachrichten hören kann. Oder man hat einen Funkamateur in der Nachbarschaft, der sich entsprechend vorbereitet hat. Der kann auch dann noch kommunizieren, wenn 1000 km im Umkreis sämtliche Telefone ausgefallen sind.

  • Herr Schumann, Notrufe sind immer möglich - unabhängig von der Verfügbarkeit eines Mobilfunknetzes. Das war gestern Abend nicht anders. Alles andere, was Sie schreiben, ist Ansichtssache.

  • Wenn man z.B. in einer lebensbedrohlichen Situation dringend einen Notarzt braucht kann man nicht anrufen weil grad das Netz gestört ist. Das kann es nicht sein! Ich sehe die Risiken bestätigt welche die Umstellungen auf Internetbasierte Funktionen in allen Bereichen mit sich bringen. Nichts geht mehr, in allen Bereichen die Internet voraussetzen, wenn "das Netz" ausfällt. Und niemand kann haftbar gemacht werden denn es liegt immer "am Netz". Die Verantwortlichen dafür bewegen sich nur wenn es ihnen ans Geld geht. Leisten wir Widerstand gegen die zunehmende Internet-Bevormundung!

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