Telefonanlagen-Spezialist
DeTeWe hat neue Eigentümer

Der kanadische Aastra-Konzern hat das operative Geschäft des straditionsreichen Berliner Telefonanlagen-Spezialisten DeTeWe für rund 35 Millionen Euro von der Mannheimer Röchling-Gruppe gekauft. Die Übernahme soll im dritten Quartal abgeschlossen sein, teilten die Unternehmen am Donnerstag mit.

HB BERLIN. Die 1887 gegründete Deutsche Telephonwerke AG (DeTeWe) hat sich nach massiven Problemen neu organisiert. Nun soll der Vertrieb ausgeweitet werden. Röchling will sich indes auf Kunststofftechnik konzentrieren.

Mit dem international tätigen Aastra-Konzern könne DeTeWe über den deutschen Markt hinaus stärker in Europa aktiv werden, hieß es. Diese Perspektive bestätige die Einschnitte des vergangenen Jahres, sagte Vorstand Reinhard Volk. Die Stellenzahl war um 500 auf 880 reduziert worden. Das operative Geschäft wurde in zwei Töchter ausgegliedert. Die Angebotspalette soll von 500 auf weniger als 100 Produkte 2007 schrumpfen. Der Umsatz sank 2004 auf 234 Mill. €. Wegen der Kosten für den Personalabbau rutschte DeTeWe in die Verlustzone. Dieses Jahr soll „in Summe kein Verlust“ mehr geschrieben werden.

DeTeWe verkauft unter anderem schnurlose Telefone und Telekommunikationssysteme.

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