Telefonhersteller
Gigaset baut 350 Stellen ab

In Bocholt und München will die frühere Siemens-Tochter insgesamt 350 Stellen streichen. Grund sind die seit längerem sinkenden Umsätze wegen der Wirtschaftskrise. 30 Millionen Euro muss das Unternehmen einsparen.
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MünchenDer Telefonbauer Gigaset streicht 350 Stellen. Um sein Sparziel von 30 Millionen Euro pro Jahr zu erreichen, baut die einstige Siemens-Tochter an ihrem Hauptproduktionsstandort in Bocholt 270 Arbeitsplätze ab, in der Münchner Zentrale weitere 50, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. "Unsere Priorität ist, Gigaset so aufzustellen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Wir wissen, dass die Einschnitte in der Personalstruktur schmerzhaft für die möglicherweise Betroffenen sind", erklärte Vorstandschef Charles Fränkl. Der Auslandsvertrieb soll auf drei von sechs Regionen reduziert werden, außerhalb Deutschlands 30 Stellen wegfallen.

Gigaset werde sich entlang seiner drei Geschäftsfelder aufstellen und zudem die Ausgaben für Werbung und Transport kürzen, um damit rund zehn der geplanten 30 Millionen Euro einzusparen. Das Unternehmen, das auch aus der einstigen Beteiligungsfirma Arques hervorgegangen ist, nutzt mit den Einschnitten den Ablauf der Beschäftigungsgarantie, die im Zuge des Verkaufs des Telefongeschäfts von Siemens abgegeben worden war.

Der größte europäische Hersteller von Schnurlostelefonen kämpft derzeit mit sinkenden Umsätzen und Margen aufgrund der Wirtschaftskrise in großen Teilen Europas. Zudem investierte Gigaset kräftig in neue Produkte im Umfeld der Heimvernetzung. Für das laufende und kommende Geschäftsjahr rechnet Gigaset mit Verlust

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Telefonhersteller: Gigaset baut 350 Stellen ab"

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  • Und natürlich ist mal wieder die Wirtschaftskrise schuld. Man kann es langsam nicht mehr hören. Dass man eventuell nicht die richtigen Produkte im Portfolio hat, auf die Idee kommt man nicht. Nachdem ich bei Gigaset nicht fündig geworden bin, telefoniert die Belegschaft künftig halt mit Geräten von Panasonic. Gut für Panasonic, schlecht für Gigaset.

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