Telefonica Deutschland
Mobilfunker verkauft Sendemasten an Telxius

Telefonica Deutschland verkauft 2350 Sendemasten an seine Muttergesellschaft. Von den Erlösen will der Konzern den Netzausbau vorantreiben. Die betroffenen Masten liegen vorwiegend in ländlichen Gebieten.

München/FrankfurtTelefonica Deutschland reicht den größten Teil seiner Mobilfunkmasten an die Muttergesellschaft weiter. Die 2350 Stahl- und Betonmasten gehen an Telxius, die sich als Tochter der spanische Telefonica SA um deren Telekommunikations-Infrastruktur kümmert.

Die konzerninterne Transaktion spült Telefonica Deutschland („O2“) 587 Millionen Euro in die Kassen, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Mit dem Geld will der größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber die eigenen Netze ausbauen und neue Wachstumsfelder erschließen. Allerdings muss Telefonica Deutschland für die Nutzung der Mobilfunkmasten künftig Miete an Telxius zahlen.

Die verkauften Masten befinden sich in ländlichen Gebieten. Die auf den Masten montierte Sende- und Empfangsausrüstung wird nicht mit verkauft. Die übrigen Antennen, die sich überwiegend auf Gebäudedächern befinden, will Telefonica Deutschland derzeit nicht abgeben.

Nach dem Zusammenschluss mit dem Rivalen E-Plus hatte Telefonica Deutschland 40.000 eigene Antennen-Standorte in Deutschland. Viele davon überlappen sich. Deshalb soll ihre Zahl auf rund 25.000 reduziert werden. 7700 Mobilfunkstationen hatte Telefonica Deutschland bereits an die Deutsche Telekom übertragen.

Telefonica Deutschland hatte die KPN-Tochter E-Plus im Oktober 2014 für 8,6 Milliarden Euro übernommen und war damit nach Kunden zum größten Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland aufgestiegen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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