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25.10.2007 
Einstieg bei Telekom Italia

Telefónica sichert Zukunftsoption

von Anne Grüttner, Katharina Kort und Sandra Louven

Der spanische Telekomkonzern Telefónica wird in den kommenden Tagen seinen Einstieg bei Telecom Italia unter Dach und Fach bringen. Die brasilianische Regulierungsbehörde hat den Deal gestern genehmigt – unter zahlreichen Auflagen. Mit dem Einstieg in Italien unterstreicht Telefónica seine ehrgeizigen Expansionspläne.

MADRID/MAILAND/DÜSSELDORF. Diese Erlaubnis war nötig, weil sowohl Italiener als auch Spanier Mobilfunktöchter in Brasilien besitzen, die zusammen einen Marktanteil von über 50 Prozent haben.

Telefónica übernimmt – wie im April angekündigt – zusammen mit den italienischen Banken Assicurazioni Generali, Intensa San Paolo, Mediobanca und Sintonia (Benetton) die italienische Gesellschaft Olimpia von Pirelli. Olimpia hält 18 Prozent der Anteile an Telecom Italia und besitzt damit faktisch die Kontrolle. Zudem erhalten die Spanier zwei Sitze im Verwaltungsrat von Telecom Italia.

Experten werten die Beteiligung vor allem als strategischen Schritt, um die Italiener mittelfristig möglicherweise ganz zu übernehmen. „Die Konsolidierung des europäischen Telekommunikationsmarktes wird kommen“, sagt Arndt Rautenberg von der Strategieberatung OC&C. „Telefónica hat mit dem Deal in Italien den Fuß in der Tür.“

Ein Telefónica-Sprecher erklärte, die Übernahme stelle eine „einzigartige Möglichkeit dar, um in den italienischen Markt einzutreten, in dem wir bisher nicht waren“. Er wies zudem darauf hin, dass Telefónica bei den Italienern der einzige industrielle Aktionär sein werde, „der etwas von dem Geschäft versteht“. Telefónica hat stets betont, das Unternehmen rechne mit einer weiteren Konsolidierung der Telekomkonzerne in Europa und bereite sich darauf mit strategischen Übernahmen vor.

Die Italiener hoffen, dass die Spanier anders als die bisherigen Aktionäre das Unternehmen langfristig strategisch und nicht nur als „Cash-Cow“ nutzen. „Pirelli hat sich für die Telecom-Übernahme hoch verschuldet. Um die Schulden zu bezahlen, hat sich das Unternehmen hohe Dividenden ausgezahlt“, erklärt ein Mailänder Analyst.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Genehmigung unter 28 Auflagen.

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