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13.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 12:19 Uhr 
Spitzel-Affäre

Telekom-Aufsichtsrat belastet Ricke und Zumwinkel

von Sandra Louven

In der Telekom-Spitzelaffäre äußert sich erstmals ein Hauptopfer. Wilhelm Wegner, Betriebsratschef und Aufsichtsratsmitglied der Telekom, berichtet dem Berliner "Tagesspiegel", wie er 2005 beschuldigt wurde, Unternehmensgeheimnisse verraten zu haben. Seine Aussagen belasten Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel.

Haben derzeit keinen Grund zur Freude: Die Aussagen von Telekom-Aufsichtratsmitglied Wilhelm Wegner belasten Kai-Uwe Ricke (r.) und Klaus Zumwinkel (l.). Foto: dpa Lupe

Haben derzeit keinen Grund zur Freude: Die Aussagen von Telekom-Aufsichtratsmitglied Wilhelm Wegner belasten Kai-Uwe Ricke (r.) und Klaus Zumwinkel (l.). Foto: dpa

DÜSSELDORF. Wilhelm Wegner ist der Aufsichtsrat, dessen Telefonate Telekom-Mitarbeiter nach Informationen des Handelsblatts illegal mit denen eines Journalisten verglichen haben.

"Im Herbst 2005 habe ich eines Morgens einen Anruf vom damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Klaus Zumwinkel bekommen", erzählt Wegner im » Tagesspiegel-Interview. Zumwinkel, damals noch Chef der Deutschen Post, habe ihn zum Gespräch in den Post-Tower gebeten. "Zu meiner Überraschung war auch der damalige Vorstandsvorsitzende Kai-Uwe Ricke anwesend", sagt Wegner dem "Tagesspiegel". Zumwinkel habe ihm vorgeworfen, Aufsichtsratsunterlagen an einen Redakteur des Magazins "Capital" weitergereicht zu haben.

Zumwinkel berief sich dabei aber nicht auf überprüfte Telefonate, sondern auf die eidesstattliche Erklärung eines "Capital"-Mitarbeiters. Der habe bestätigt, dass Telekom-Unterlagen, die angeblich bei einer polizeilichen Durchsuchung von "Capital" sichergestellt worden seien, von Wegner stammten. Diese Darstellung stimmt mit den Schilderungen überein, die Beteiligte dem Handelsblatt berichtet hatten.

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