Telekom-Branche
Europas Telekom-Firmen bleiben skeptisch

Drei große Telekom-Riesen Europas haben heute ihre Zahlen vorgelegt, und trotz so mancher Unterschiede gibt es bei France Telecom, der BT Group und Telefónica eine einheitliche Aussage: Die schwierigen Zeiten sind noch längst nicht vorüber.

HB PARIS/MADRID/LONDON. Das Geschäft in Lateinamerika hat dem spanischen Telekomkonzern Telefónica im ersten Halbjahr erneut den Rücken gestärkt. Während andere Telekomkonzerne ihre Prognose bereits im ersten Quartal gesenkt hatten, halten die Spanier weiter an ihren Wachstumszielen fest. Der operative Gewinn vor Zinsen und Abschreibungen soll in diesem Jahr um ein bis drei Prozent steigen, wie der Konzern am Donnerstag bekräftigte.

Dabei profitiert Telefónica von seiner breiten regionalen Aufstellung. Besonders erfolgreich ist nach wie vor das Geschäft in Lateinamerika mit einem Umsatzwachstum von 7,4 Prozent. Schwäche zeigt vor allem der spanische Heimatmarkt, auch wenn Telefónica für das zweite Quartal erste Zeichen einer Stabilisierung ausmachte.

Bei der deutschen Tochter O2 begrenzten Regulierungsentgelte und der anhaltende Preiskampf auf dem deutschen Mobilfunkmarkt das Umsatzwachstum. Im ersten Halbjahr stiegen die Erlöse dennoch um 1,9 Prozent auf 1,78 Mrd. Euro. Insgesamt hatte der DSL-und Mobilfunkanbieter Ende Juni in Deutschland mehr als 15 Mio. Kunden - davon 14,9 Mio. im Mobilfunk.

Insgesamt sanken die Umsätze von Telefónica im erstem Halbjahr um zwei Prozent auf 27,6 Mrd. Euro. Der Gewinn stieg auf 3,62 Mrd. Euro nach 3,59 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2008. Damit übertraf der Konzern die Schätzungen von Analysten deutlich.

Ein gutes Stück schwieriger ist die Lage derzeit für die France Télécom : Der Telekommunikationskonzern hat wie seine europäischen Wettbewerber im ersten Halbjahr 2009 die Zurückhaltung der Verbraucher gespürt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf vergleichbarer Basis um 2,6 Prozent auf 8,82 Mrd. Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Auch in der zweiten Jahreshälfte dürfte das wirtschaftliche Umfeld schwierig bleiben, sagte Unternehmenschef Didier Lombard. France Télécom werde weiter versuchen, durch gezielte Marketingkampagnen und das laufende Sparprogramm dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

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