Telekom-Branche
Freenet spricht mit zwei Bietern für Strato

Im Verkaufsprozess des Speicherplatzanbieters Strato sind nur noch die Deutsche Telekom und United Internet in der engeren Auswahl. Ein Angebot des letzten unter den Bietern verbliebenen Private-Equity-Houses Bridgepoint sei der Strato-Mutter Freenet nicht hoch genug, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen.
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DÜSSELDORF. Zuvor hatten drei andere Finanzinvestoren von selbst das Handtuch geworfen: General Atlantic, Apax und Warburg Pincus. In den Kreisen heißt es weiter, die Investoren kritisierten die schlechte Qualität des Datenraums und die lückenhafte Präsentation des Managements. Zudem bezweifelten sie die in Aussicht gestellten Wachstumschancen von Strato.

Im Ergebnis habe das dazu geführt, dass die Preisvorstellungen von Freenet und den Bietern weit auseinander lägen. Die Finanzinvestoren wollten den Kreisen zufolge maximal 220 Mio. Euro zahlen, Freenet-Chef Christoph Vilanek erwarte jedoch 350 Mio. Euro. Bridgepoint habe als einziger Private-Equity-Anbieter ein verbindliches Angebot abgegeben. Der Preis habe aber unter dem der beiden strategischen Investoren gelegen. Weder Freenet noch die Bieter wollten sich äußern.

Freenet will Strato verkaufen, um sich ganz auf den Mobilfunk zu konzentrieren. United Internet und die Telekom sind bereits in dem Geschäft mit Speicherplatz aktiv, müssten bei einer Übernahme aber kartellrechtliche Probleme fürchten.

Wie Vilanek im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärte, will er bis Ende November eine Unterschrift unter dem Strato-Kaufvertrag setzen. Sein Ziel ist es, noch in diesem Jahr die Verkaufserlöse in der Freenet-Bilanz zu buchen. Strato steht seit Anfang Juli zum Verkauf. Bislang hat nur United Internet offiziell sein Interesse an Strato bestätigt.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid

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