Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hat einiges geschafft - und noch viel zu tun
Hintergrund: Schnelle Erfolge und große Baustellen

  • Weniger Schulden:

    Seit Rickes Amtsantritt senkte die Telekom ihre Schulden um etwa 11 Mrd. Euro. Ende Juni lagen die Verbindlichkeiten bei 53 Mrd. Euro. Damit hat der Konzern das angestrebte Verhältnis von Schulden zum Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) in etwa erreicht: Das Dreifache des Ebitda beim Schuldenstand gilt als eine recht gesunde Quote.
  • Schwarze Zahlen:

    Nach einem Rekordverlust von mehr als 24 Mrd. Euro im vergangenen Jahr schreibt die Telekom jetzt wieder schwarze Zahlen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat der Konzern einen Nettogewinn von 1,1 Mrd. Euro erwirtschaftet – teilweise wegen positiver Steuereffekte. Für das dritte Quartal erwarten Analysten unterm Strich ein Plus von 170 Mill. Euro.
  • Harmlose Regulierung:

    Die Telekom hat den Angriff auf das heimische Festnetzgeschäft gut pariert. Seit Frühjahr dieses Jahres machen Unternehmen dem Ex-Monopolisten mehr Konkurrenz im Ortsnetz. Doch bislang gingen etwa zehn Prozent der Ortsgesprächsminuten an die Konkurrenten verloren. Bis zum Jahresende gehen Experten von höchstens 20 % aus. Einer der Gründe: Mit einem Pauschaltarif für unbegrenztes Telefonieren am Wochenende kann Ricke den Wettbewerb ausbremsen. Auch die gravierenden Nachteile, die der Telekom durch die Novelle des Telekommunikationsgesetzes drohten, muss der Konzern nicht mehr fürchten – die vom Kabinett verabschiedete Gesetzesfassung ist inzwischen etwas entschärft.
  • Schwieriger Stellenabbau:

    Die Telekom will mehr als 40 000 Stellen streichen – hauptsächlich in ihrer Festnetzsparte. Dabei soll die konzerneigene Personalservice- Agentur helfen, die überzählige Mitarbeiter nach außen vermitteln soll – bisher mit geringem Erfolg. Neuer Vorstoß: Die Telekom will eine Arbeitszeitverkürzung von 10 % ohne Lohnausgleich durchsetzen.
  • Panne LKW-Maut:

    Die Telekom ist mit 45 Prozent an Toll Collect beteiligt. Das Unternehmen, das das LKW-Mautsystem aufbauen und betreiben soll, macht seit einigen Wochen immer wieder mit technischen Pannen von sich reden und konnte die geplanten Starttermine bisher nicht einhalten. Die Toll-Collect- Strategen haben eine Kombination aus Satellitenkommunikation und Mobilfunk erdacht, die leistungsfähiger sein sollte als jede andere Mauterfassung in der Welt. Doch bisher bekommt das Unternehmen diese Technik nicht in Griff.
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