Telekom-Chef
Ricke-Interview im Volltext: „Wir bleiben die Nummer eins“

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke sieht für den größten europäischen Telekommunikationskonzern die Zeit reif, wieder zu wachsen. Im Interview mit dem Handelsblatt sagt er, wo und wie. Eines der Projekte ist ein neues Hochgeschwindigkeitsnetz.

Herr Ricke, 10 Jahre liegt die Privatisierung der Telekom zurück. Seit knapp drei Jahren stehen Sie an der Spitze des Konzerns. Wo steht das Unternehmen heute?

Die zurückliegenden zehn Jahre lassen sich in drei Phasen gliedern. Die erste Phase war die Privatisierung und der Börsengang. Die zweite Phase umfasste die Liberalisierung der Märkte in Europa und die Internationalisierung der Telekom. Die dritte Phase lässt sich mit Entschuldung und Neustrukturierung des Konzerns umschreiben. Dazu zähle ich im übrigen auch das noch laufende Jahr 2005, in dem wir die Zusammenlegung der Geschäftskunden bei T-Systems vollzogen und die noch laufende Verschmelzung von T-Com und T-Online beschlossen haben.

Können sie denn bereits absehen, wie die Telekom im Jahr 2005 betriebswirtschaftlich abschneiden wird?

2005 wird für die Deutsche Telekom ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir werden unsere betriebswirtschaftlichen Ziele erfüllen.

Investoren und Mitarbeiter der Telekom interessiert besonders die zukünftige Strategie des Unternehmens. Wie geht es weiter?

Wir stehen jetzt am Beginn einer neuen Phase für das Unternehmen. Wir werden ab 2006 den Schwerpunkt verstärkt auf Umsatzwachstum und Wertsteigerung legen. Nicht zuletzt auch deshalb, um dafür zu sorgen, dass wir das bleiben was wir heute sind: Die Nummer eins im deutschen Telkommunikationsmarkt und auch die Nummer eins in Europa. Und das werden wir auch schaffen.

Was macht Sie denn da so sicher? Die Preise im Mobilfunk sind unter Druck und im Festnetz verliert die Telekom Anschlüsse und Umsatz.

Wir werden unsere Umsatzmarktanteile mit Haut und Haaren verteidigen. Wenn es darauf ankommt, wird die Deutsche Telekom dafür auch dem Umsatz Vorrang vor dem operativen Ergebnis, sprich dem EBITDA, geben. Das gilt insbesondere auch für den DSL-Markt. Deshalb warne ich ausdrücklich die Wettbewerber davor, weiter mit dem Feuer zu spielen. Langfristig lassen sich die betriebswirtschaftlichen Grundregeln nicht aushebeln. Und genau aus diesem Grund haben sich in den vergangenen zehn Jahren schon manche Unternehmen in der Branche die Finger verbrannt, weil sie um nahezu jeden Preis Kunden eingesammelt haben.

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