Telekom
Deutsche Mitarbeiter erhalten mehr Geld

Die Geschäfte der Telekom laufen derzeit dank der Tochter T-Mobile US gut. Nun haben auch die Mitarbeiter des Bonner Konzerns Grund zur Freude. Das Unternehmen hat sich mit Verdi auf eine Gehaltssteigerung geeinigt.

FrankfurtDie 63 000 Tarifbeschäftigten und Auszubildenden der Deutschen Telekom bekommen in den nächsten zwei Jahren insgesamt 4,3 Prozent mehr Geld und einen Kündigungsschutz bis Ende 2018. Das beschlossen die Telekom-Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch in Bonn in der vierten Tarifrunde. Der Abschluss liegt damit deutlich unter der Verdi-Forderung von fünf Prozent für ein Jahr, bringt den Beschäftigten angesichts der sehr niedrigen Inflation aber real spürbar mehr Geld ins Portemonnaie.

Fest- und Mobilfunkkunden der Telekom dürfen sich über den vergleichsweise schnellen Abschluss freuen, denn die Verdi-Warnstreiks der vergangenen Tage mit Tausenden Beteiligten hatten bereits für erste Wartezeiten etwa beim technischen Support geführt. Bei einer Ausweitung der Warnstreiks wären die Auswirkungen noch deutlich stärker gewesen.

Nach der Einigung steigen die Gehälter rückwirkend zum 1. April 2016 um 2,2 Prozent und am 1. April 2017 um weitere 2,1 Prozent. Für niedrige Gehaltsgruppen gibt es vom April dieses Jahres an einen stärkeren Anstieg um 2,6 Prozent. Außerdem werden die Auszubildendengehälter angehoben. Der Tarifvertrag läuft bis zum Februar 2018.

Telekom-Personalvorstand Christian Illek sagte: „Der Abschluss ist insgesamt gut ausgewogen und in dieser Höhe für die Bereiche der Telekom Deutschland und der Konzernzentrale vertretbar.“ Der Verdi-Verhandlungsführer Michael Halberstadt sprach von einer „deutlichen Reallohnsteigerung für alle Beschäftigten bei gleichzeitiger Absicherung“.

Die Telekom hatte Ende Februar gute Zahlen sowie einen zweistelligen Anstieg von Umsatz und Gewinn präsentiert und rechnet auch für 2016 mit einer positiven Entwicklung. Das Unternehmen investiert Milliarden in den Breitbandausbau und die Modernisierung der Netze in Deutschland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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