Telekom hat auch Premiere-Kauf geprüft
Telekom bleibt im Rechtestreit hart

Im Streit mit der DFL um die Senderechte für die Fußball-Bundesliga gibt die Deutsche Telekom einem Zeitungsbericht zufolge nicht klein bei.

HB FRANKFURT. Die Telekom beharre gegenüber der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf der freien Wahl eines Medienpartners, berichtete die „Welt am Sonntag“ vorab. „Das von der Telekom erworbene Verwertungsrechtepaket umfasst das Recht, die Berichterstattung über sämtliche Übertragungswege (Kabel, Satellit, Terrestrik) zugänglich zu machen“, zitiert die Zeitung aus einem Schreiben von Telekom-Vorstand Walter Raizner und T-Online-Marketing-Chef Burkhard Graßmann an die DFL, das der Zeitung vorliege. „Hätten Sie eine Sublizenzierung an bestimmte Partner ausschließen wollen, hätten Sie dies vor Abgabe des Angebots kommunizieren müssen“, schreibe die Telekom. Während die Bonner mit dem Pay-TV-Sender Premiere verhandeln, will die DFL ausschließen, dass neben dem Rechtegewinner Arena ein zweiter Anbieter die Bundesliga im Bezahlfernsehen zeigt.

Laut der Zeitung wollen die Telekom und Premiere das Internet-TV-Signal in die Kabelnetze senden. Mit Hilfe einer so genannten Hybridbox wäre es den Kabelkunden möglich, auch ohne Breitbandanschluss Bundesliga von Telekom und Premiere zu empfangen. Aus Kreisen der beiden Konzerne hieß es laut der Zeitung, dies sei technisch und rechtlich möglich.

DFL-Präsident Werner Hackmann hatte dagegen zuletzt darauf bestanden, die Telekom könne ihre Rechte nur für die Ausstrahlung über das Hochgeschwindigkeitsnetz von T-Online im Internet nutzen. „In diesem Geist sind die Verträge geschlossen worden“, hatte Hackmann betont. „Den bisherigen Premiere-Bundesliga-Kanal wird es nicht mehr geben.“ Hackmann hatte der Telekom eine Frist für das endgültige Konzept bis zum 30. April gesetzt und gedroht, im Extremfall könnte die Telekom die Internet-Rechte verlieren.

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