Telekom-Konzerne
Auf der Suche nach Wachstum

Der Deutschen Telekom bläst der Wind des Wettbewerbs im Inland immer schärfer ins Gesicht. Nur das weiterhin blühende US-Mobilfunkgeschäft bewahrt das Unternehmen vor stärkeren Einbrüchen. Mit dem Problem, in gesättigten Märkten zu agieren, sind die Bonner aber nicht allein: Auf der Suche nach Wachstum basteln quasi alle europäischen Telekom-Konzerne derzeit an Konzepten, um sich zu positionieren.

DÜSSELDORF. René Obermann ist nicht nur Chef der Deutschen Telekom, er verkörpert auch die Entwicklung der gesamten Branche: Jahrelang wurde er als Mobilfunkchef für immer neue Kunden- und Umsatzrekorde gefeiert; jetzt ringt er darum, das bereits zweimal reduzierte Gewinnziel des Gesamtkonzerns einzuhalten.

Die europäischen Telekomunternehmen haben eine ähnliche Entwicklung hinter sich – die einstigen Börsenstars halten inzwischen nicht einmal mehr Schritt mit den Indizes. So ist der Eurostoxx, der die Entwicklung der größten europäischen Unternehmen widerspiegelt, seit Anfang des Jahres um 27 Prozent gestiegen. Die Messziffer für die europäische Telekombranche, der Dow Jones Eurostoxx Telecom, schaffte nur ein Drittel dieses Zuwachses.

Der Grund: Die Märkte sind gesättigt, und der daraus folgende Preiskampf drückt auf die üppigen Margen. Die einstigen Monopolisten in Europa versuchen mit unterschiedlichen Strategien, gegenzusteuern.

Experten sind sich nicht einig, ob das gelingen kann. Frank Rothauge von Sal. Oppenheim gehört zu den Skeptikern: „Die europäischen Telekomanbieter müssen sich damit abfinden, dass sie nur noch um fünf bis sechs Prozent wachsen. Zweistellige Raten wie Ende der 90er Jahre sind passé.“ Diethard Bühler von der Unternehmensberatung Arthur D. Little verweist dagegen auf große Chancen in Schwellenländern. „In Märkten wie Russland, China und Indien gibt es noch unendlich viel Wachstum“, sagt er.

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