Telekom kritisiert Entscheidung
Telekom muss Portemonnaie öffnen

Die Stadtnetzbetreiber dürfen künftig für die Durchleitung von Telefonaten durch ihre Netze mehr Geld von der Deutschen Telekom nehmen. Das entschied am Freitag die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

HB FRANKFURT. Die Regulierungsbehörde teilte in Bonn mit, die Stadtnetzbetreiber könnten von der Telekom ab 15. Dezember je Verbindungsminute einen Zuschlag von 0,5 Cent verlangen, wenn Gespräche vom Telekom-Netz in ihre Netz weitergeleitet werden. Dieser auf Antrag der Stadtnetzbetreiber gegen den Widerstand der Telekom genehmigte Zuschlag entspricht rund einer Verdoppelung der regulären Entgelte, die von 0,4 bis 0,59 Cent je Minute reichen. Die Kosten für die Weiterleitung von Gesprächen aus den Stadtnetzen in das Telekom-Netz bleiben dagegen gleich. Die regionalen Telekom-Anbieter dadurch ihre Einnahmen deutlich aufbessern.

Die Behörde begründete ihre bis zum 31. Oktober 2004 befristete Entscheidung mit „Anlaufproblemen der neuen Marktteilnehmer“. Die Stadtnetzbetreiber, zu denen NetCologne, HanseNet, KomTel und die Tropolys-Gruppe mit zusammen rund 300 000 Kunden gehören, hatten zur Deckung ihrer Kosten um ein vielfaches höhere Zuschläge verlangt. Die Telekom hatte Zuschläge abgelehnt.

Die Behörde rechnet nicht damit, dass die Telekom nun ihre Gesprächsgebühren anheben wird. „Das Gesprächsaufkommen vom Telekom-Netz in die Netze der Stadtnetzbetreiber ist so gering, dass wir davon ausgehen, dass die Telekom die Mehrkosten im Rahmen der Mischfinanzierung ihrer Tarife bewältigt“, sagte ein Behördensprecher.

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