Telekom-Markt
Billiganbieter macht Bouygues Kunden streitig

Durch einen Gewinn auf dem Telekom-Markt steigert der französische Konzern Bouygues seinen Umsatz im dritten Quartal. Doch trotz rund 320.000 neuer Kunden hinkt die Firma dem Billigrivalen Iliad immer noch hinterher.
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ParisDer französische Mischkonzern Bouygues verdient auf dem hart umkämpften Telekom-Markt wieder Geld. Im dritten Quartal legte das Betriebsergebnis der Gruppe um sechs Prozent auf 508 Millionen Euro zu, wie das Management am Mittwoch mitteilte. Die Telekom-Sparte erzielte einen Gewinn von 124 Millionen Euro in den ersten neun Monaten, nach einen Verlust von neun Millionen vor Jahresfrist.

Der Konzern wappnet sich mit einem Sparplan und Stellenstreichungen für den Wettbewerb, nachdem eine geplante Fusion mit Marktführer Orange im Frühjahr geplatzt war. An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Bouygues-Aktien legten fast vier Prozent zu und notierten zeitweise auf dem höchsten Stand seit sieben Monaten.

Die Telekom-Sparte gewann in den drei Monaten bis Ende September 320.000 Kunden hinzu. Damit hinkt Bouygues aber dem Billigrivalen Iliad hinterher: Das vom Milliardär Xavier Niel kontrollierte Unternehmen schloss 370.000 neue Verträge ab. Für das abgelaufenen Vierteljahr meldete Iliad ein Umsatzplus von 6,5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Der Konzern hat mit seinem Markteintritt 2012 einen Preiskampf losgetreten. Inzwischen ist er mit etwa 18,7 Millionen Kunden zur Nummer drei der heimischen Branche aufgestiegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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