New YorkDer drittgrößte US-Mobilfunkkonzern Sprint Nextel hat trotz eines Kundenabflusses seinen Umsatz gesteigert. Im Schlussquartal 2012 erlöste der Rivale der Deutsche-Telekom Tochter T-Mobile USA nach Angaben vom Donnerstag 9,01 (Vorjahreszeitraum: 8,72) Milliarden Dollar.
Das vor der Übernahme durch den japanischen Mobilfunkriesen Softbank stehende Unternehmen schnitt damit etwas besser ab als von Analysten erwartet. Außerdem verlor Sprint Nextel unterm Strich mit 243.000 Abonnenten deutlich weniger als von den Experten vorausgesagt. Der Nettoverlust fiel mit 1,32 Milliarden Dollar ein wenig höher aus als vor Jahresfrist. Die Kundeneinbußen sind insbesondere auf die Stilllegung des in die Jahre gekommenen Nextel-Mobilfunknetzes zurückzuführen.
Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen
Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro
Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro
NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro
Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro
NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro
America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro
Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro
Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro
AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro
China Mobile - 177,02 Milliarden Euro
Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg
Sprint Nextel investiert in diesem Jahr massiv in die Modernisierung seines Netzes. Im vorbörslichen Handel notierte die Aktie des Unternehmens nach Bekanntgabe der Quartalszahlen zunächst wenig verändert. T-Mobile USA strebt an, Sprint Nextel von Platz drei in der US-Mobilfunkbranche zu verdrängen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg: Sprint zählt 53 Millionen Kunden, T-Mobile USA rangiert mit 33 Millionen Nutzern auf dem vierten Rang. Verringern will die Telekom den Abstand durch die geplante Fusion mit dem Regionalanbieter MetroPCS - damit stiege die Zahl der Handy-Kunden auf 42 Millionen.