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26.03.2007 
Vorvertrag bereits unterzeichnet

Telekom stößt Callcenter ab

von Hans-Peter Siebenhaar

Die Deutsche Telekom verkauft bis zu fünf Callcenter an den Medienkonzern Bertelsmann. Ein entsprechender Vorvertrag (Letter of intent) der Telekom mit dem Gütersloher Unternehmen sei bereits unterzeichnet, erfuhr das Handelsblatt am Sonntag aus Konzernkreisen. „Das ist der größte Outsourcing-Deal, den die Branche je gemacht hat“, so ein Marktteilnehmer.

Bis Ende 2008 will die Telekom ohne betriebsbedingte Kündigungen 32 000 Mitarbeiter loswerden. Foto: dpa Lupe

Bis Ende 2008 will die Telekom ohne betriebsbedingte Kündigungen 32 000 Mitarbeiter loswerden. Foto: dpa

KÖLN. Der Verkaufspreis soll im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Ein Telekom-Sprecher sagte gestern: „Zu laufenden Verhandlungen nehmen wir keine Stellung“.

Von dem Verkauf sind bis zu 1 300 Mitarbeiter der Telekom-Beschäftigungsgesellschaft Vivento betroffen. Die zum Verkauf stehende Einheit gehört zu Vivento Customer Service (VCS). Der zur Bertelsmann-Gruppe gehörende Mediendienstleister Arvato gab sich zum Geschäft mit der Telekom zurückhaltend. „Arvato führt regelmäßig Gespräche mit Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche. Dies gilt natürlich auch für den gesamten Bereich der Service- Center und hier ist VCS ein namhafter Player. Sollten solche Gespräche zu konkreten Ergebnissen führen, werden wir dazu Stellung nehmen“, hieß es in Gütersloh.


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Bertelsmann bietet offenbar eine Beschäftigungsgarantie bis 2008. Im Gegenzug werden sich die Vivento-Mitarbeiter auf niedrigere Gehälter einstellen müssen. Die Vivento-Mitarbeiter sollen nach Insiderangaben einen jährlichen Mindestlohn von 25 000 Euro erhalten. „Mondpreise kann niemand in der Branche bezahlen“, sagte ein Brancheninsider. Ein Telekom-Sprecher sagte nur: „Grundsätzlich werden die Betriebsüberführungen sozial gestaltet.“

Der Preisdruck unter den Callcentern ist groß. Nach Branchenschätzungen verdient ein Callcenter-Agent in Ostdeutschland nur 1 300 Euro brutto monatlich.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Die Telekom kommt im Service nicht mehr nach“

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