Telekom-Studie zur Zukunft der Arbeit: Der Roboter in meinem Team

Telekom-Studie zur Zukunft der Arbeit
Der Roboter in meinem Team

Telekom-Personalvorstand Christian Illek schwört die Belegschaft auf die Zusammenarbeit mit intelligenten Computersystemen ein. Nur: Wie die digitale Arbeitszukunft genau aussieht, vermag nicht einmal er zu sagen.
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BonnAm Ende steht für Christian Illek die Singularität. Hm? Der Personalvorstand der Deutschen Telekom hatte gerade noch über Roboter gesprochen, über Chatbots, künstliche Intelligenz, die Zukunft der Arbeit und dann benutzt er dieses Wort. Singularität. Englisch: Singularity. Das beschwört Assoziationen mit dem Silicon Valley, dem dortigen „Mindset“, Start-ups, die mit künstlicher Intelligenz die Dominanz der Menschen auf der Erde beenden werden. Das meint dieses Wort wohl, oder nicht? Das intelligente Maschinen sich selber so schnell verbessern, dass wir maximal schmückendes Beiwerk abgeben. Darauf läuft es hinaus?

Wie waren wir da überhaupt hingekommen? Es begann wohl, als der kulleräugige Roboter Pepper am Freitag auf die Bühne in der Zentrale der Deutschen Telekom rollte und die anwesenden, rund 200 Mitarbeiter fragte, ob sie ihn als Kollegen akzeptieren werden. Natürlich eine rhetorische Frage. Was sollen sie dazu schon sagen. Nein? Selbst wenn der ein oder andere das vielleicht gerne getan hätte, geändert hätte es nichts.

Sie sind längt Kollegen, die Maschinen. Nicht sichtbar, wie der Roboter auf der Bühne, sie stecken im System. Bei der österreichischen Tochter T-Mobile Austria beantworten eine intelligente Software Kundenfragen auf der Internetseite. „Tinka“, ist ein Chatbot. Noch ist sie nur ungelernte Praktikantin, viel mehr als auf Standardfragen antworten kann sie noch nicht. Die Fleisch-und-Blut-Kollegen müssen sich wohl deswegen keine Sorgen machen. Seit „Tinka“ an Bord ist, würden die Kunden sogar mehr Fragen stellen, sagte Paul Stüfer von T-Mobile Austria am Freitag auf der Bühne. Heißt: Mehr Beschäftigung statt weniger. Aber so lange ist „Tinka“ ja auch noch nicht dabei - und lernt sie nicht mit jeder Interaktion dazu?

Die Software und mit ihnen die Maschinen würden immer intelligenter werden, hatte Christian Illek wenige Minuten zuvor noch dem Publikum erklärt. Das würde wahrscheinlich schon Jobs kosten, nur wüsste man eben nicht wo und wie viele - und ob nicht auch neue Arbeitsplätze entstehen würden. Mit dieser Unsicherheit ist Illek nicht alleine. Das Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest hat für Telekom Entscheider in mittelständischen und großen Unternehmen gefragt, wie sie sich die Zukunft mit Robotern und künstlicher Intelligenz vorstellen. 1000 von ihnen beantworteten Fragen, wie: „Sehen Sie Roboter/ künstliche Intelligent in der Arbeitswelt eher als Bereicherung, Bedrohung oder beides.“ Fast die Hälfte der Befragten glauben, dass es beides ist. Allerdings gaben fast 70 Prozent an, dass sie sich einen Roboter als Teil des Teams nicht vorstellen können. Mögen wir die Zukunft als nur, wenn sie uns nicht direkt betrifft?

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Arbeit als Lebenszweck?

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