Telekom
T-Online-„Heimholung“ wird Fall für den BGH

Die Wiedereingliederung des Internetanbieters T-Online in die Deutsche Telekom wird sich voraussichtlich noch um Monate verzögern: Dutzende Anleger klagen beim Bundesgerichtshof gegen die Erlaubnis der Fusion durch das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

HB KARLSRUHE. Ein BGH-Sprecher erklärte am Freitag, bisher hätten mehr als 30 Anleger Beschwerde eingelegt. Die Beschwerden würden wegen ihrer Eilbedürftigkeit schnell bearbeitet. Der zuständige 2. Zivilsenat müsse jedoch zunächst die Begründungen für die Beschwerden und den Eingang der Akten abwarten. Sollte das Gericht die Beschwerden annehmen, werde er wie schon das OLG prüfen, ob die Interessen der Unternehmen an der sofortigen Eintragung ins Handelsregister gegenüber jenen der Anleger überwiegen. Bis zu einem Beschluss werde es sicherlich mehrere Monate dauern, sagte der Sprecher.

Die Verschmelzung der beiden Unternehmen kann bis zu einer endgültigen Entscheidung des BGH nicht in das Handelsregister eingetragen werden. Die Anleger befürchten im Falle einer Verschmelzung auf die Telekom wirtschaftliche Nachteile. Das Oberlandesgericht hatte aber anders als die erste Instanz entschieden, dass das Interesse der Firmen an der sofortigen Verschmelzung überwiege. Die Anfechtungsklagen könnten die Eintragung auf Jahre hinaus verzögern, wodurch die Deutsche Telekom angesichts der rasanten technischen Entwicklung gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen geraten könnte, hieß es in dem Beschluss von Anfang Februar. Dennoch ließ das OLG eine weitere Eilbeschwerde zum BGH zu.

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