Telekom
T-Systems-Chef will Marge verzehnfachen

T-Systems galt bislang als Sorgenkind der Telekom, weil Umsatz und Gewinn stetig sanken. Doch jetzt geht die Geschäftskundensparte des ehemaligen Staatskonzerns in die Offensive. Der Umsatz soll massiv steigen.

HANNOVER. Die Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems soll trotz Konjunkturkrise wachsen und langfristig profitabler werden. Das sagte T-Systems-Chef Reinhard Clemens auf der Cebit. Den Umsatz von 8,8 Mrd. Euro will er um drei Prozent steigern. "Das ist so viel, wie die Marktforscher für die Branche erwarten", sagte Clemens.

T-Systems ist dabei, 160 000 Mittelstandskunden in die Telekom-Festnetzsparte T-Home zu verlagern. Dann bleiben der Sparte noch 400 Großkunden, die sie intensiv betreuen soll.

Die in der IT-Branche viel beachtete Marge des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) will Clemens von bereinigten 0,6 Prozent im vergangenen Jahr bis 2011 auf einen Wert "im Mittelfeld von fünf bis zehn Prozent" steigern. Diese Spanne entspricht der Rendite der Konkurrenten.

T-Systems galt bislang als Sorgenkind der Telekom, weil Umsatz und Gewinn stetig sanken. Mit seinem Wachstumsziel reiht sich Clemens nun in die Prognosen der Wettbewerber ein. Auch Konkurrent Vodafone, der allerdings ein anderes Portfolio besitzt, hat auf der Cebit angekündigt, in der Krise im Geschäftskundensegment zulegen zu wollen. Der klassische Telekommunikationsmarkt gilt zwar als krisenresistent. Dort kämpfen die Unternehmen aber gegen sinkende Umsätze als Folge eines starken Preiskampfes.

Die Unternehmen sparen derzeit bei IT-Projekten. "Keiner investiert im Moment", sagte Clemens. Deshalb laufe das Geschäft mit der Systemintegration schlecht. Dagegen boome das Outsourcing dagegen, weil die Unternehmen durch die Verlagerung von IT-Prozessen ihre Kosten senken könnten.

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