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Telekom und Deutsche Fußball-Liga: Kompromiss im Bundesliga-Streit gefunden

Nach monatelangem Streit um Internet-Rechte haben sich die Deutschen Fußball-Liga (DFL) und der Telekommunikations-Konzern offenbar geeinigt. Das Ergebnis soll am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Wie es scheint, handelt es sich für beide Seiten um ein sehr lukratives Resultat.

Die Telekom soll offenbar Sponsor der Bundesliga werden. Foto: dpa
Die Telekom soll offenbar Sponsor der Bundesliga werden. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Die Deutsche Telekom wird offenbar Sponsor der Fußball-Bundesliga. Für Mittwoch haben beide Seiten zu einer gemeinsamen Pressekonferenz eingeladen. Dort soll unter anderem die Einigung über die Online-Verwertung sowie das Sponsoring bekannt gegeben werden. Einen Stellungnahme gab die DFL am Dienstag nicht ab.

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Mit der nun erfolgten Einigung hat die DFL das Problem gelöst, das unerwartet nach der Rechtevergabe im Dezember 2005 auftrat und die Freude über die Dreijahresverträge mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Milliarden Euro trübte. Zugleich fand die Liga nun eine weitere Einnahmequelle. In vielen europäischen Ligen ist eine derartige Sponsorenschaft bereits Normalität. Die Eliteklasse Frankreichs läuft unter dem Titel „Ligue 1 Orange“. Die Premiere League in England tritt als „Barclays Premiership“ auf. Für drei Spielzeiten (2004 bis 2007) legte die Bank insgesamt 57 Millionen Pfund (84 Millionen Euro) auf den Tisch.

Offen blieb am Dienstag, ob die höchste deutsche Spielklasse schon in der kommenden Saison einen Namenszusatz wie „Telekom-Bundesliga“ bekommt. Das scheint eher unwahrscheinlich, weil sowohl die ARD als auch der Pay-TV-Rechte-Verwerter Arena eine Ausstrahlung unter einem solchen Logo verweigern würden. Als sicher gilt daher, dass die zusätzlichen Einnahmen bei weitem nicht an die englischen Dimensionen heranreichen werden.

Telekom und Liga hatten sich über die Verwertung der Internetrechte gestritten. Der Konzern hatte die Online-Rechte für rund 50 Millionen Euro erworben und wollte sie nicht nur über das Internet nutzen, sondern auch über Kabel und Satellit zeigen. So hätten auch Kunden des Pay-TV-Senders, der die Berichte für die Telekom produzieren wird, weiter die Bundesliga im Fernsehen sehen können.

Die Liga hat sich jetzt offensichtlich mit ihrer Rechtsauffassung durchgesetzt. Die Lösung des Streits sei am Freitag am Rande des Länderspiels zwischen Deutschland und Kolumbien erzielt worden, erfuhr das „Handelsblatt“ aus gut unterrichteten Kreisen.

Durch den nun erzielten Kompromiss bleiben die Exklusivrechte des Branchenneulings Arena gewahrt. Das Kabel-Unternehmen hat die Live- Rechte im Pay- und im Free-TV-Bereich für die kommenden drei Spielzeiten für rund 200 Millionen Euro pro Saison erworben. Zudem darf auch Arena einmalig Live-Berichte im Internet zeigen. Offen ist, ob Arena nun auf einen Teil dieser Rechte verzichten muss.

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