Telekom und Premiere
Bundesliga gibt's in hochauflösend

Der Bezahlsender Premiere wird trotz des Verlustes der Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga die Spiele live übertragen – über das Breitbandnetz der Telekom. Internet-TV bietet sogar etliche Vorteile gegenüber der normalen Glotze.

HB MÜNCHEN. Die Kooperation teilten beide Unternehmen am Freitag in München mit. Allerdings erfolgt die Übertragung nicht über Satellit oder Kabel-TV, sondern in erster Linie über das neue superschnelle Breitbandnetz der Telekom, VDSL genannt. Eine abgespeckte Version soll aber auch über normale DSL-Anschlüsse laufen.

Telekom und Premiere wollen vom 11. August an die Spiele der ersten und der zweiten Bundesliga zeigen. Notwendig für den kompletten Empfang ist ein Anschluss an das neue VDSL-Netz der Telekom, das nach Angaben von T-Com-Chef Walter Raizner Ende Juni in 10 Großstädten in Betrieb gehen soll. Damit seien dann etwa 3 Mill. Haushalte erreichbar. Bis Mitte 2007 soll das Netz auf weitere 40 große Städte ausgedehnt werden, wodurch insgesamt zwölf bis 13 Mill. Haushalte anschließbar würden.

Die Premiere-Kunden benötigen ferner eine spezielle Zusatzbox, die das Internet-Fernsehen (IPTV) auf den heimischen Fernsehapparat umsetzt. Damit kann Fußball in hochauflösenden Bildern (HDTV) übertragen werden, das heißt wesentlich detailreicher als bisher. Möglich werden nach Angaben der Unternehmen außerdem interaktive Elemente, beispielsweise die Zusammenstellung einer personalisierten Konferenzschaltung.

An das VDSL-Netz angeschlossen werden in der ersten Stufe ab Ende Juni die Städte Hamburg, Berlin, Hannover, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig, Frankfurt/Main, Nürnberg und München. Es ermöglicht voraussichtlich den Empfang von zwei HDTV-Kanälen gleichzeitig.

Eine einfachere Version im herkömmlichen Fernsehformat und ohne interaktive Elemente soll nach den Worten von Raizner auch über normale DSL-Anschlüsse empfangbar sein. Derzeit verfügen in Deutschland rund 9 Mill. Nutzer über DSL-Anschlüsse unterschiedlicher Bandbreite. Anschließbar an DSL sind den Angaben der Telekom zufolge etwa 90 Prozent der Haushalte. Premiere-Chef Georg Kofler erklärte, 50 Prozent der Premiere-Kunden verfügten bereits über DSL-Anschlüsse.

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