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13.05.2007 

Obermann bringt das nur eine kurze Verschnaufpause. DSL-Neulinge wie der schwedische Telefon- und Mobilfunkdiscounter Tele2, die jetzt erst mit der Vermarktung von schnellen Internet-Anschlüssen in Deutschland beginnen, bereiten den nächsten Preisrutsch vor. "Ein Zwei-Megabit-Anschluss kostet schon bald nicht mehr als 15 Euro", kündigt Tele2-Chef Lars-Johan Jarnheimer an. "Für zusätzliche fünf Euro gibt es die Telefonflatrate dazu".

Etablierte Anbieter wie der Telecom-Italia-Ableger Hansenet legen einfach noch etwas drauf. Im Preis der DSL-Pauschale von 39,90 Euro pro Monat sind ab Mitte Mai auch vier Handy-Sim-Karten enthalten. Besonders verlockend: Zum Nulltarif dürfen Alice-Kunden untereinander unbegrenzt quasseln - auch vom Handy. "Damit kann die gesamte Familie kostenlos miteinander telefonieren", kündigt Hansenet-Chef Harald Rösch an. Zusammen mit dem Mobilfunker O2, der Netzkapazitäten bereitstellt, schließt Rösch die letzte Lücke im Produktportfolio, um die Telekom auf breiter Front attackieren zu können.

Auch der Mobilfunkriese Vodafone hat längst nicht alle Trümpfe ausgespielt. Der stärkste Telekom-Konkurrent begann erst im Herbst vergangenen Jahres mit der DSL-Vermarktung und meldete - ohne aktiv in den Preiskampf einzugreifen - schon Ende Februar den Verkauf von 114 000 DSL-Anschlüssen. Bei dem vergleichsweise teuren Einstiegspreis von 50 Euro pro Monat übertraf der Mobilfunker damit viele Analystenerwartungen.

Ganz still und leise haben Vodafone und die Festnetz-Tochter Arcor damit begonnen, ihre seit Jahren schwelenden Grabenkämpfe zu beenden. Fast jede Woche treffen sich hochkarätig besetzte Projektteams in der Vodafone-eigenen Tagungsstätte Hirschburg in Königswinter - auf halbem Weg zwischen der Vodafone-Deutschland-Zentrale in Düsseldorf und der Arcor-Zentrale in Eschborn. Das historische Ambiente der 1884 erbauten Burg "inspiriert und unterstützt die Idee, Menschen aus verschiedenen Unternehmensbereichen näher zusammenzubringen", wie es im offiziellen Burgführer hießt.

Die Projektteams arbeiten an einem Spezialauftrag: In jedem Geschäftsjahr sollen Synergieeffekte in Höhe von 50 Millionen Euro Höhe gehoben werden, um die Vodafone-Gruppe für die nächsten Preisrunden zu wappnen. Vodafones Deutschland-Chef Friedrich Joussen und Arcor-Chef Harald Stöber haben drei Unternehmensbereiche herausgefiltert, in denen sich der Schulterschluss auch betriebswirtschaftlich lohnt - beim Kundenservice, beim Netzmanagement und bei der Produktentwicklung.

Lesen Sie weiter auf Seite 4: E-Plus zögert.

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