Projektteam Kundenservice: Vodafone will Arcor helfen, das Serviceniveau deutlich zu verbessern und extern zugekaufte Callcenter-Kapazitäten abzubauen. Erstes Projekt: In Ratingen entsteht ab Juni ein 100 Mitarbeiter starkes Callcenter, das sich um das gesamte Beschwerdemanagement von D2 und Arcor kümmert. Bislang hatte Arcor seinen gesamten Kundenservice bei externen Dienstleistern ausgelagert. D2 betreibt dagegen eigene Callcenter mit insgesamt 1700 Mitarbeitern. "Davon wird jetzt auch Arcor profitieren", kündigt Vodafones Deutschland-Chef Joussen an. Vier Wochen lang werden die 100 Vodafone-Mitarbeiter geschult, damit sie die komplexe DSL-Technik in all ihren Facetten verstehen.
Projektteam Netz: Bislang betrieben Vodafone und Arcor separate Festnetze. Künftig übernimmt Arcor die Kontrolle über den Transport aller Anrufe vom D2-Handy ins Festnetz. Mit der maximal möglichen Zahl von Zusammenschaltungspunkten mit dem Telekom-Netz, nämlich 474, kann Arcor jedes Telefonat näher am Empfänger der Telekom übergeben und dadurch Übertragungskosten sparen. Außerdem prüft Arcor gerade, welche teuren Richtfunkverbindungen und Telekom-Mietleitungen D2 abbestellen kann. Arcor bekommt die Federführung beim Ausbau eines Netzwerks der neuen Generation auf der Grundlage des Internets. "Vodafone wird das internetbasierte Netz von Arcor nutzen", kündigt Arcor-Chef Stöber an. "Doppelinvestitionen sollen dadurch vermieden werden."
Projektteam Produktentwicklung: Der Kunde soll die Grenzen zwischen Mobilfunk und Festnetz gar nicht mehr spüren. Intensiv arbeitet ein Projektteam daran, bisher getrennte Web-Portale zu vereinheitlichen. So soll eine gemeinsame Download-Plattform zum Herunterladen von Musik entstehen, die sowohl vom Handyportal Vodafone-live, als auch von den DSL-Portalen von Arcor und Vodafone angesteuert werden kann. Auch die Anziehungskraft für die Werbewirtschaft will Vodafone erhöhen und tritt bei der Anzeigenakquise gemeinsam mit Werbepaketen für alle Portale auf. "Wir bündeln unsere Angebote", sagt Stöber.
Als einziger Mobilfunker zögert E-Plus mit einem Einstieg ins Festnetzgeschäft. Ein möglicher Übernahmekandidat wäre der Kölner Breitbandanbieter QSC. Zusammen mit dem schwedischen Discounter Tele2 nimmt QSC jetzt die gemeinsame Netzgesellschaft Plusnet in Betrieb, die eine der größten und modernsten Festnetzinfrastrukturen in Deutschland hat und einen Platz für einen weiteren Anteilseigner freihält.
Die Wahl der Marke Plusnet empfinden viele ohnehin als Einladung an den Fast-Namensvetter E-Plus. Mal sehen, wann E-Plus-Chef Thorsten Dirks sie annimmt.

